Unter den elf Glocken des Geläuts hängt eine Überlebende: die «Din-Din», 1660 gegossen, die die Masoneser um 1890 auf dem Weg zur Gießerei zurückholten, als die alten Pfarrglocken zum Einschmelzen gebracht wurden. Die Kirche, die sie beherbergt, stammt dagegen aus dem 20. Jahrhundert. Erzpriester Monsignore Vittorio Macciò setzte den Bau durch, weil die Pfarrkirche Nostra Signora Assunta — heute Sitz der Bruderschaft — zu klein geworden war und außerhalb des neuen Ortskerns lag. Der Entwurf stammt vom Architekten Giuseppe Massardo; gebaut wurde in den zwanziger Jahren, eröffnet 1927, doch Fresken und Ausstattung waren erst in den siebziger Jahren fertig. Mit ihren drei Schiffen ist sie die größte Kirche des Bistums Acqui.
Sehenswertes
Der Raum ist dreischiffig, barock im Geschmack, sehr weit und hell. Was fehlt, zählt hier so viel wie das Vorhandene: Der ursprüngliche Entwurf sah eine Kuppel über dem Altar und zwei seitliche Querarme vor, beides blieb aus Geld- und Platzmangel unausgeführt. Die Fassade wurde zum Jubeljahr 2000 von Erzpriester Monsignore Rinaldo Cartosio wieder aufgenommen und mit neuen Marmorarbeiten, Säulen und Figuren abgeschlossen.
Im Inneren stammen die Fresken von Carlo Morgari und von Bevilacqua: Von Letzterem sind die Gewölbe mit der Aufnahme der seligen Jungfrau Maria in den Himmel und den Szenen aus dem Leben der Heiligen und Jesu. Die Fenster schuf der Glasmaler Luigi Costa aus Alessandria, die Innenarbeiten führte Erzpriester Don Guido Brema zu Ende. Auf der Empore über dem Eingang steht die Orgel von Parodi e Marin aus dem Jahr 1941, 2001 von den Fratelli Marin restauriert, die auch das heutige, streng geometrische Holzgehäuse bauten: elektrische Traktur, 34 Register, fahrbarer Spieltisch mit zwei Manualen und Pedal.
Der Besuch
Die Kirche steht an der Piazza Monsignor Vittorio Macciò, benannt nach dem Mann, der sie wollte, mitten in Masone im Stura-Tal. Der Ort gehört zur Metropolitanstadt Genua, die Pfarrei — Cristo Re e Nostra Signora Assunta — dagegen zum Bistum Acqui, Pastoralbereich Ovadese-Genovese: eine Merkwürdigkeit, die auch den Rekord erklärt, denn das piemontesische Bistum hat sein größtes Gotteshaus hier. Geöffnet wird zu den Gottesdiensten; die alte Pfarrkirche der Assunta liegt wenige Schritte entfernt und passt in denselben Gang.
Tipp der Redaktion
Kommen Sie zu einem Hochfest und hören Sie zu: Das Geläut steht in tiefem H-Dur, acht Läuteglocken und drei feste, das größte des Bistums und das erste in Ligurien. Zehn goss die Firma Capanni am 7. August 1959 aus Bronze und Kupfer, das die Familien des Dorfes gestiftet hatten — das gesammelte Eisen wurde dagegen verkauft, um Geld zusammenzubekommen —, und am 13. September 1959 läuteten sie zum ersten Mal, zur selben Stunde, zu der in ganz Italien für die Weihe des Landes an das Unbefleckte Herz Mariens geläutet wurde. Dazwischen hängt, von D auf Dis umgestimmt, noch immer die «Din-Din». Zusammen wiegt das Geläut rund 152 Doppelzentner, gut fünfzehn Tonnen.
