In Fumeri erneuerte man zuerst den Glockenturm und dann die Kirche. Der Turm wurde 1728 neu gebaut; der Grundstein des neuen Gotteshauses wurde erst 1741 gesegnet. Es ist die Rangordnung einer Gemeinschaft, die sich nicht alles auf einmal leisten kann: Die Glocken dienten jeden Tag allen, als Uhr und als Alarm, und sie kamen vor dem Rest.
Sehenswertes
Die ältere Kirche wird in einer Urkunde von 1222 genannt und war zu Beginn des achtzehnten Jahrhunderts so baufällig, dass ein Neubau nötig wurde. Die Arbeiten dauerten genau zehn Jahre, gebremst auch vom Österreichischen Erbfolgekrieg, der Mitte des Jahrhunderts die Gebiete der Republik Genua erreichte.
Im neunzehnten Jahrhundert wurde das Innere mehrfach verändert: Der Marmorhochaltar wurde im Lauf des Jahrhunderts zweimal erneuert, und die Arbeiten endeten erst zu dessen Schluss. Die Weihe kam weit im zwanzigsten Jahrhundert, durch den Kardinalerzbischof von Genua.
Der Besuch
Die Kirche liegt in der Via Fiume, im Ortsteil Fumeri der Gemeinde Mignanego, an der Straße, die vom Val Polcevera zum Giovi-Pass steigt; sie ist Pfarrkirche und öffnet zu den Gottesdiensten. Zwanzig Minuten.
Tipp der Redaktion
Blicken Sie ins Tal und denken Sie daran, dass es ein Korridor ist. Hier verläuft der historische Weg zwischen Genua und der Poebene, der Giovi-Pass, und jahrhundertelang zogen Waren, Pilger und Heere hindurch. Wenn man liest, eine Dorfbaustelle habe wegen eines fernen Krieges stillgestanden, lautet die Erklärung immer so: Der Krieg war nicht fern, er kam hier vorbei.
