Diese Kirche wurde 1980 geweiht. Nicht wiederaufgebaut, nicht wiedereröffnet: geweiht, mit dem feierlichen Ritus der Dedikation, durch Kardinal Giuseppe Siri. Sie stand und war seit mindestens dreieinhalb Jahrhunderten in Gebrauch, was an etwas leicht Vergessenes erinnert: Sehr viele Kirchen funktionierten über Generationen, ohne jenen Ritus je erhalten zu haben.
Sehenswertes
Der Bau erscheint in den Akten der Visitation, die Monsignore Domenico de' Marini 1631 in Cravasco durchführte, während er in der großen Visitation des vorigen Jahrhunderts nicht genannt wird, anders als andere Kirchen der Gemeinde: Zwischen jenen beiden Inspektionen liegt seine Entstehung. Im achtzehnten Jahrhundert gab es zwei Erweiterungen, eine weitere Mitte des neunzehnten.
In den siebziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts wurden Kanzel, Boden und das Taufbecken aus Marmor erneuert. Kurz darauf, 1890, löste der Erzbischof von Genua Cravasco von der Pfarrei Isoverde und machte es zur eigenen Pfarrei: Vorher war es eine Nebenkirche, also eine Kirche, die man nutzte, die aber nicht für sich allein genügte.
Der Besuch
Die Kirche liegt im Ortsteil Cravasco, auf den Höhen von Campomorone, im genuesischen Hinterland; sie ist Pfarrkirche und öffnet zu den Gottesdiensten. Zwanzig Minuten.
Tipp der Redaktion
Suchen Sie das Marmortaufbecken und betrachten Sie es mit dem Datum im Kopf. Eine Nebenkirche durfte nicht taufen: Dazu ging man hinunter zur Pfarrkirche des Nachbarorts. Fünfzehn Jahre vor Erlangung der Pfarrei ein neues Taufbecken zu kaufen ist keine Einrichtung, es ist eine Bewerbung. Der Marmor war das Argument.
