Diese Kirche weiß nicht, wann sie Pfarrei wurde, und der Grund ist ein Krieg. Die historischen Pfarrbücher wurden Mitte des achtzehnten Jahrhunderts während der Kämpfe des Österreichischen Erbfolgekriegs vernichtet, und mit ihnen ging das Geburtsdatum der Einrichtung verloren. Man weiß nur, dass es zwischen dem Ende des sechzehnten und der ersten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts geschah.
Sehenswertes
Im Erzbischofsregister von 1143 erscheint sie als Kapelle, die von der Pieve Sant'Olcese abhing. Später wurde sie zwischen dem fünfzehnten und dem sechzehnten Jahrhundert von Grund auf neu errichtet, mit dem Geld der Familie Spinola, eines der großen genuesischen Häuser. Die Front wurde im siebzehnten Jahrhundert freskiert.
Im Inneren gibt es ein einziges Schiff mit fünf Altären. Geweiht wurde die Kirche erst am Ende des neunzehnten Jahrhunderts, im selben Jahr, in dem der Erzbischof von Genua sie zur Propstei erhob. Das Patronatsfest begeht man mit besonderer Feierlichkeit am zehnten August, dem Tag des heiligen Laurentius.
Der Besuch
Die Kirche liegt in der Via Valente, im Ortsteil Orero der Gemeinde Serra Riccò, im Val Polcevera hinter Genua; sie ist Pfarrkirche und öffnet zu den Gottesdiensten. Zwanzig Minuten.
Tipp der Redaktion
Bevor Sie die Augen zur Front heben, schauen Sie auf den Boden. Der Kirchvorplatz ist in Risseu gepflastert, jenem genuesischen Kieselbelag aus weißen und schwarzen Meereskieseln, einer nach dem anderen von Hand in ein Muster gelegt. Dieser stammt von 1909. Es ist ein ligurisches Handwerk, das die Region kaum je verlassen hat, und bewundern kann man es nur im Blick nach unten.
