⛪ Kirchen und Heiligtümer

Chiesa di San Martino

📍 Sant'Olcese, Ligurien · 55/100

Wer die Kirchen Liguriens abgeht, trifft alle zehn Stationen auf Anton Maria Maragliano und fragt sich früher oder später, wer das war. Er war der maßgebliche Holzbildhauer der Republik Genua zwischen dem siebzehnten und dem achtzehnten Jahrhundert, und seine Werkstatt belieferte eine ganze Region mit Statuen. Hier steht eine Unbefleckte Empfängnis von ihm, auf einem der fünf Marmoraltäre.

Sehenswertes

Die Kirche wird in einer Notariatsurkunde von 1188 als Suffragankirche von Sant'Olcese genannt. Im fünfzehnten Jahrhundert wurde sie mit jener von Comago zu einer Pfarrei vereint und erst 1639 wieder getrennt. Der Grundriss zeigt drei Schiffe über lateinischem Kreuz; im siebzehnten Jahrhundert zwang Unwetter dazu, das Dach des Chors und der Kruzifixkapelle zu erneuern.

Die Gewölbefresken stammen aus dem neunzehnten Jahrhundert, vom Ornamentmaler Achille de Lorenzi, jene über dem Chor und im Presbyterium von Luigi Gainotti. Es ist eine Talpfarrkirche ohne Anspruch, mit dem darin, was eine Gemeinschaft über acht Jahrhunderte gekauft hat.

Der Besuch

Die Kirche liegt im Ortsteil Manesseno der Gemeinde Sant'Olcese, im Val Polcevera hinter Genua; sie ist Pfarrkirche und öffnet zu den Gottesdiensten. Zwanzig Minuten.

Tipp der Redaktion

Treten Sie vor der Maragliano-Statue einen Schritt zurück, besser drei. Solche Skulpturen waren für die Prozession gemacht: Sie mussten aus der Ferne wirken, von unten, in Bewegung und oft im Kerzenlicht. Aus der Nähe wirken sie vereinfacht; auf der Entfernung, für die sie gedacht waren, werden sie etwas anderes, und nur so schaut man sie richtig an.

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