Die Burg sitzt auf einem Hügel über dem Dorf, und das Dorf hat sich eng um sie gelegt: Den viereckigen Bau mit den Türmen errichteten die Markgrafen von Clavesana im 11. Jahrhundert. Ab dem 14. Jahrhundert war sie Sitz der Del Carretto — 1326 verlegte Enrico den Markgrafensitz hierher — und 1672 kam sie nach langer Belagerung durch genuesische Truppen schwer beschädigt davon.
Sehenswertes
Von unten sieht man vor allem die Silhouette: Mauern und Türme auf dem Fels, darunter die Häuser des Dorfes im Halbrund. Von oben öffnen sich dafür der Ort und das ganze Neva-Tal. Die Burg wechselte mehrfach den Besitzer — 1844 an die Del Carretto von Balestrino, 1879 an die Malco, seit 1997 an die Del Conte, die sie restaurieren ließen.
Der Besuch
Sie ist in Privatbesitz und nicht zu besichtigen, außer bei den Kulturveranstaltungen einmal im Jahr; es bleibt der Weg du Castagneu, ein Rundweg durch das Dorf und um die Burg herum. Hierher setzt die Überlieferung Bastian Contrario, den piemontesischen Söldner, der von der Burg aus genuesische Warenzüge überfiel — bei Gelegenheit auch die eigenen — und 1672 in der Explosion des Pulvermagazins umgekommen sein soll: Von seinem Namen kommt die italienische Redensart.
Tipp der Redaktion
Die Burg wirkt aus der Entfernung besser als aus der Nähe: Nehmen Sie den Weg du Castagneu und halten Sie auf der Seite über dem Absturz, wo Burgprofil und Dorfhäuser ins selbe Bild passen.
