Der älteste Teil dieser Kirche ist der Glockenturm, genauer sein unterer Abschnitt: Dort erahnt man die Spuren des mittelalterlichen Baus, mit dem alles begann. Der Rest wurde in der Ausrichtung gedreht, erweitert und erneuert, und das heutige Aussehen gaben ihm die Arbeiten der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts.
Sehenswertes
Das kommt oft vor, und fast immer ist es der Glockenturm, der davonkommt: Einen neuen aufzuziehen kostet sehr viel, er muss hoch sein und er muss gerade sein, und solange er steht, rührt man ihn nicht an. So bleibt der Turm stehen, während die Kirche Jahrhundert und Richtung wechselt, und wird zum einzigen Stück, das das wahre Alter des Baus bewahrt.
Es ist die Pfarrkirche von Feglino, dem Hauptort der Streugemeinde Orco Feglino, im Hinterland von Finale Ligure. Wir sind in einem der berühmtesten Steingebiete Liguriens, dem Finalese, wo der helle Kalk das Material lieferte, um die halbe Küste zu bauen, und wo die Felswände heute von Kletterern besucht werden.
Der Besuch
Die Kirche steht im Zentrum von Feglino, wenige Kilometer von Finale Ligure talaufwärts; sie ist Pfarrkirche und öffnet zu den Gottesdiensten. Eine Viertelstunde.
Tipp der Redaktion
Von hier aus kann man wenige Kilometer weiter im Val Ponci wandern, wo die Brücken einer römischen Konsularstraße überdauert haben: behauener Stein, noch stehende Bögen, mitten im Wald. Ein kurzer, leichter Gang, der die Kirche in ihren wahren Zusammenhang stellt, nämlich ein Tal, das seit zweitausend Jahren durchquert wird.
