Die Gemeinde fällt in drei Stufen zum linken Ufer der Adda hin ab, und auf jeder Stufe liegt eine der drei historischen Siedlungen: San Gervasio d'Adda im Norden, Capriate d'Adda in der Mitte, Crespi d'Adda ganz unten, an der Südspitze der Isola bergamasca. Die ersten beiden wurden erst 1928 zu einer Gemeinde vereinigt, daher der doppelte Name; die älteste Urkunde, die den Ort nennt, stammt von 948 und betrifft Land, das der Bischof von Cremona vom Kaiser zu Lehen hatte.
Das Wappen erzählt dieselbe Geschichte in Bildern: der Sparren hat die Form eines Dachstuhls, italienisch capriata, und spielt auf den ersten Teil des Namens an; drei Spindeln stehen für die Baumwollspinnerei, die Burg für das alte Lehen San Gervasio, der Blitz für das Wasserkraftwerk. Die Spinnerei ist die von Crespi d'Adda, dem Arbeiterdorf, das Cristoforo Benigno Crespi ab 1877 anlegte und sein Sohn Silvio weiterführte: Häuser mit Garten, Kirche, Schule, Krankenhaus und Theater rund um die Fabrik, seit 1995 als besterhaltenes Arbeiterdorf Südeuropas auf der Welterbeliste der UNESCO.
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Außerhalb von Capriate San Gervasio, aber als Ausflug gut erreichbar.
