Cremia

Provinz: Como · Region: Lombardei · Einwohner: 709 · PLZ: 22010

Der Ursprung des Namens ist unsicher: er könnte von einem Bach kommen, der einst so hieß, oder vom lateinischen cremium, dem feinen trockenen Holz zum Feueranzünden. In spätrömischer Zeit durchquerte die Via Regia das Gebiet, die Cremona mit Chiavenna verband, und ihr Verlauf soll noch in der Anordnung der höher gelegenen Ortsteile lesbar sein. Straßen kosteten allerdings Geld: die Anlagen zu den Statuten von Como von 1335 weisen Cremia die Instandhaltung eines Abschnitts der Straße von Mezzola zu, genau bemessen mit hundertdreißig Ellen.

Die beiden Kirchen der Gemeinde wurden von jenen ausgestattet, die fortgegangen waren. In der Kirche San Vito erinnert eine Tafel von 1568 an die Stiftungen einiger Cremieser, die im sechzehnten Jahrhundert nach Genua ausgewandert waren; in San Michele in Vignola bewahrt der Hochaltar ein Gemälde von Paolo Caliari, geschenkt von einem Landsmann, der sich in Vicenza niedergelassen hatte. Was das Wappen angeht, hat die Gemeinde nie eines amtlich angenommen: sie führt faktisch einen roten Schild mit silberner Spindel, am siebten Juli 1949 vom Gemeinderat vorgeschlagen, aber nicht genehmigt, zur Erinnerung an die Wollspinnereien des Ortes. Von der alten Spinnerei steht noch der Schornstein.

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