Gabbioneta-Binanuova zählt 899 Einwohner in der Ebene von Cremona, und der Bindestrich im Namen sagt alles: Es sind zwei Dörfer, die zusammenleben, ohne je wirklich verschmolzen zu sein. Jedes hat seine Pfarrkirche und sein Oratorium — in Gabbioneta die Kirche Sant'Ambrogio und das Oratorium der Beata Vergine di Caravaggio, in Binanuova die der Heiligen Martin und Nikolaus und das Oratorium der Beata Vergine del Patrocinio —, und in Gabbioneta steht außerdem die Burg.
Sechsundsechzig Jahre lang hatte der Ort eine Straßenbahn. Die Linie Cremona-Ostiano führte hier vorbei, und ihre Geschichte sagt viel über das Italien jener Zeit: Sie wurde am 2. Februar 1889 ohne ihre beiden Kopfstationen eröffnet, weil die Eisenbahngesellschaft die höhengleiche Kreuzung in Cremona verweigerte und das Genio Civile die Brücke über den Oglio für Trambahnen als ungeeignet erklärt hatte. Fast drei Jahre lang begann die Bahn also kurz hinter einem Bahnübergang und hielt hundert Meter vor einer Brücke; die ganze Strecke war erst ab Ende 1891 befahrbar. 1927 wurde das Gleis genau bei Gabbioneta von der Straße genommen, und 1955 endete der Betrieb, ersetzt durch Busse.
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Außerhalb von Gabbioneta-Binanuova, aber als Ausflug gut erreichbar.
