Santuario di San Martino
Alte Kirche von Balsamo in Cinisello, mit über sechzig Meter hohem Glockenturm und Fresken von Carlo Farina.
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Alte Kirche von Balsamo in Cinisello, mit über sechzig Meter hohem Glockenturm und Fresken von Carlo Farina.
Der Parco Nord Milano ist ein metropolitaner stadtnaher Park von etwa sechshundertvierzig Hektar am nördlichen Rand von Mailand, als regional eingestuft. Er erstreckt sich über die Gemeinden Mailand, Bresso, Cusano Milanino, Cormano, Cinisello Balsamo, Novate Milanese und Sesto San Giovanni.
Er wurde zunächst auf den stillgelegten Flächen der Breda Aeronautica angelegt, unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Idee stammt vom Ende der sechziger Jahre; 1970 stufte ihn ein Dekret des Präfekten als «Park von öffentlichem Interesse» ein, und 1975 erkannte ihn die Region Lombardei als Regionalpark an. Die ersten Aufforstungen stammen von 1983. Er liegt in einem der am dichtesten besiedelten Umfelder Europas, zwischen historischen Fabriken, die heute fast ganz verschwunden sind, und großen Wohnvierteln: Die übrig gebliebenen landwirtschaftlichen Flächen, die der Betonierung entgingen, wurden teils saniert, begrünt und für die öffentliche Nutzung ausgestattet, teils unberührt gelassen. Nach den Quellen übersteigt das bereits angelegte Grün dreihundertfünfzig Hektar, mit Wäldern, Lichtungen, Baumreihen, Gebüsch, Hecken und kleinen Gewässern.
Im Nordsektor wurde zwischen 2011 und 2015 der erste See des Parks gebaut, der Lago di Niguarda, der sein Wasser aus dem Villoresi-Kanal bezieht; er ist fast einen halben Kilometer lang, sechzig Meter breit und vier Meter tief, mit überwiegend natürlichen, für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Ufern, um ein feuchtes Umfeld zu fördern, in dem bereits Kammmolch und Graureiher wieder aufgetaucht sind. Unter den Bäumen zählt man über hundert Gehölzarten, doch nur etwa dreißig Prozent sind einheimisch. Es gibt außerdem drei Rad- und Fußgängerstege und in Bresso eine Radrennbahn unter freiem Himmel.
Der Park ist stark frequentiert und hat viele Zugänge; für Cinisello Balsamo führt ein Steg über die Straße nach Bresso und die Autobahn A4 und verbindet den Park mit dem Viertel Campo dei Fiori. Die Trägerkörperschaft, gebildet aus den sechs Gemeinden rund um den Park und der Metropolitanstadt Mailand, hat ihren Sitz in der Cascina Centro Parco, die von Bresso aus erreicht wird. Öffnungszeiten oder Zugangsregeln nennen die herangezogenen Quellen nicht: Sie sind bei der Verwaltung zu erfragen.
Im Park liegt die Villa von Alessandro Manzoni in Brusuglio. An der Grenze zwischen Sesto San Giovanni und Bresso erhebt sich außerdem die sogenannte «montagnetta», im vorigen Jahrhundert aus den Rückständen der Stahlwerke aufgeschüttet und dann saniert: Sie ist die einzige Erhebung in einem überwiegend flachen Park.
Die Villa Ghirlanda Silva ist eine adelige Villa des 17. Jahrhunderts in Cinisello Balsamo: eine villa di delizia, die klassische Vorstadtresidenz, die die Adligen der Zeit außerhalb der Stadt als Aufenthalts- und Sommerfrischeort bauten. Zur Anlage gehört ein englischer Garten, heute Stadtpark; Villa und Park stehen als Kulturerbe unter Schutz.
Nach der Descrizione della villa Silva von 1811 ließ Donato I. Silva sie um 1660 auf einem Vorgängerbau des 16. Jahrhunderts errichten; die Bauleitung soll Gian Domenico Richini gehabt haben, Sohn des bekannteren Francesco Maria. Der Grundriss ist hufeisenförmig, mit einem Ehrenhof, in dem eine große Magnolia grandiflora und ein römischer Sarkophag des 2. Jahrhunderts stehen. Die Hauptfassade zur Stadt hin hat im Erdgeschoss einen Portikus mit sieben Bögen von fünfundzwanzig Metern Länge; das Hauptgeschoss hat zwei übereinanderliegende Loggien, die die Quellen als einzigartig unter den lombardischen Villen di delizia bezeichnen. Die Ostfassade wurde 1852 von Carlo Ghirlanda Silva im romantischen Geschmack erneuert, mit Terrakotta, weißem Marmor und sechs Ovalen, die die vier Jahreszeiten, die Landwirtschaft und die Fruchtbarkeit zeigen.
Vom Portikus betritt man den Spiegelsaal (Sala degli Specchi), der seinen Namen von vier großen Spiegeln in geschnitzten und vergoldeten Holzrahmen hat; über der Tür erinnert eine Tafel an den Sommeraufenthalt von 1787 des Erzherzogs Ferdinand von Österreich-Este und der Maria Beatrice d'Este, die nach Cinisello kamen, um Monza zu verlassen, wo die Pocken drohten. Der Park von etwa fünfeinhalb Hektar ist von einer Mauer umfriedet; Ercole Silva, Autor der Abhandlung Dell'arte dei giardini inglesi von 1801, verwandelte ihn zu Beginn des 19. Jahrhunderts in das, was die Quellen die erste vollständige Verwirklichung eines englischen Gartens in Italien nennen.
Die Villa gehört seit 1974 der Gemeinde. Sie beherbergte bis 2012 die Stadtbibliothek und hat noch städtische Büros; einige Säle dienen für Versammlungen, Ausstellungen und Feiern, und im Südflügel ist das Museo Nazionale di Fotografia untergebracht. Öffnungszeiten der Villa oder des Museums nennen die herangezogenen Quellen nicht: Sie sind zu prüfen.
Suchen Sie im Park die der Gesundheit gewidmete Exedra, heute von einem Gitter umgeben, mit der Skulpturengruppe der Hebe, die Jupiter zu trinken einschenkt, und das schottische Lodge am hinteren Eingang. Donato II. Silva ließ auf der Terrasse des Türmchens das größte Fernrohr installieren, das man bis dahin in der Lombardei gesehen hatte, gebaut vom Optiker François de Baillou.
Das Kirchlein Sant'Eusebio ist eine alte Kirche im Viertel Sant'Eusebio von Cinisello, einst im Zentrum der ursprünglichen ländlichen Siedlung, die ab der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts eine Meile weiter nach Süden gewandert sein soll. Sie ist der älteste Kultort auf dem Gebiet von Cinisello und Balsamo.
Einige Steinfunde aus spätheidnischer Zeit belegen, dass das Gebiet schon ab dem 4. Jahrhundert als Begräbnisstätte genutzt wurde, und hier soll später ein christliches Feldoratorium entstanden sein. Dokumente zur Gründung gibt es nicht: Nach Luciano Caramel wäre sie zwischen dem späten 10. und dem frühen 11. Jahrhundert zu suchen. Die Kirche ist dem heiligen Eusebius, Bischof von Vercelli, geweiht und wird im Liber notiziae sanctorum Mediolani des Goffredo da Bussero von 1298 genannt. 1567 beschrieb Leonetto Clivone, bei einer Pastoralvisite im Auftrag von Karl Borromäus, sie in sehr schlechtem Zustand, geschlossen und ohne Decke, doch mit großem Zulauf der Gläubigen am Ostertag; 1612 ordnete Federico Borromeo an, Altar und Wände zu erneuern, und verbot bis zum Ende der Arbeiten Gottesdienste, und 1670 wurde sie um die Sakristei erweitert. Sie steht außerhalb des bebauten Gebiets an der Straße nach Nova Milanese und wurde aus armen Materialien gebaut: ein rechteckiger Saal mit Apsis, geostet.
Um 1879 begann der Pfarrer von Sant'Ambrogio, Vitaliano Rossi, bedeutende Restaurierungen: Er öffnete die beiden romanischen Fensterchen der Apsis wieder, restaurierte die gemalten Figuren an der linken Wand, erweiterte die Sakristei, errichtete einen kleinen Glockenturm mit Uhr und zwei Glocken und fügte den neoklassizistischen Vorbau an der Fassade hinzu. Bei den Arbeiten tauchten die ursprüngliche Inschrift des Marcellinus und die Dekoration des Apsissockels auf, mit einem Fisch, einem Hahn, einer Schlange und Pflanzenmotiven. Unter den Fresken sind eine Milchmadonna, von einer Kreuzigung umgeben, aus dem 14.-15. Jahrhundert, eine heilige Dorothea des 17. Jahrhunderts und die heiligen Liberata und Lucia aus dem 19. Jahrhundert.
Die Kirche liegt im Viertel Sant'Eusebio, nördlich des Zentrums von Cinisello. Öffnungszeiten oder Besuchsmodalitäten nennen die herangezogenen Quellen nicht: Sie sind bei der Pfarrei zu erfragen.
Wenn man Ihnen erzählt, hier habe Königin Theodolinde den Traum gehabt, der sie zum Christentum und zum Bau des Doms von Monza führte, oder ein Geheimgang verbinde die Kirche mit dem Dom, so wissen Sie: Nach den Quellen ist die Legende völlig unbegründet, denn die Kirche wurde aus armen, wiederverwendeten Materialien gebaut.
Die Kirche San Martino Vescovo ist ein katholisches Gebäude in Cinisello Balsamo, an der Piazza Soncino, die der Villa Casati Stampa gegenüberliegt. Sie ist die Hauptkirche des Viertels Balsamo und hat als Pfarrkirche die Aufgabe des alten Heiligtums San Martino übernommen.
Sie wurde gebaut, um dem Bevölkerungswachstum der fünfziger Jahre zu begegnen, als die alte Kirche für die neuen Gläubigen nicht mehr ausreichte. Der Pfarrer Don Piero Carcano wählte das Grundstück an der Piazza Soncino, in zentralerer Lage; der Entwurf stammte vom Ingenieur Claudio Latocca mit den Architekten Olgiati und Sartorio, und das Werk wurde mit Sammlungen und Goldspenden der Gläubigen getragen. Am 3. März 1957 legte Kardinal Giovanni Battista Montini, Erzbischof von Mailand, den Grundstein; die Kirche wurde am 19. März 1961 von Monsignore Mario Civelli, einem aus Balsamo stammenden Missionsbischof in China, gesegnet und am 3. Juni desselben Jahres geweiht. Der Plan sah auch einen Glockenturm und ein durch einen Portikus verbundenes Zentrum für Pfarrwerke vor, die nie gebaut wurden.
Es ist ein einziger kompakter Block aus Stahlbeton und sichtbarem Backstein, mit Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes, einem einzigen großen Schiff und dem Rhythmus der senfgelb gestrichenen Pfeiler; es hat achthundert Sitzplätze und tausend Stehplätze, dazu zweihundert in der Krypta. An den Wänden hängen der Kreuzweg des Malers Compagnone und sechs Bilder zum Leben des heiligen Martin von Tours von Magdalena Grandi; über dem Altar der 1999 von Sergio Giannini gemalte Christus Pantokrator. Im linken Seitenschiff, mit den Statuen der heiligen Rita von Cascia, des heiligen Antonius von Padua, des heiligen Josef und von Pater Pio, steht die Urne des seligen Carino da Balsamo.
Die Kirche liegt an der Piazza Soncino, etwa einen halben Kilometer nordöstlich des alten Heiligtums. Öffnungszeiten oder Besuchsmodalitäten nennen die herangezogenen Quellen nicht: Sie sind bei der Pfarrei zu erfragen.
An der Grenzmauer des Kirchvorplatzes befindet sich das Fresko «Amore, arte e ragione» (Liebe, Kunst und Vernunft), 2007 von Mike Ciafaloni der Pfarrei geschenkt: Christus an einen Obstbaum genagelt und der heilige Martin, der dem leidenden Volk hilft, mit der Inschrift «Il frutto dell'amore è la salvezza dell'umanità» (Die Frucht der Liebe ist das Heil der Menschheit).
Die Pfarrkirche Sant'Ambrogio, Patron und Beschützer von Cinisello, ist die Hauptkirche von Cinisello Balsamo und beherrscht die weite Piazza Gramsci. Eine erste Pfarrkirche wurde hier Ende des 15. Jahrhunderts errichtet; die heutige ist das Ergebnis mehrerer Umbauten.
Nach der Gründung einer neuen Siedlung um die heutige Piazza Gramsci wurde Ende des 15. Jahrhunderts eine neue Pfarrkirche errichtet, auf einem Erdwall erhöht, um sie vor stehendem Wasser zu schützen: Sie hatte zwei Schiffe, keinen Glockenturm und war vom Friedhof umgeben, und die Priester, die die Messe lasen, kamen noch aus Desio. Nach einer Pest, die die Stadt schwer traf, beschloss man einen vollständigen Neubau, dem Architekten Giovanni Battista Guida Bombarda anvertraut und 1644 abgeschlossen. Zwischen 1724 und 1727 wurde die Kirche verlängert und erhielt endlich ihren Glockenturm; um 1840 gab ihr der Architekt Giacomo Moraglia drei Schiffe.
Im Jahr darauf wurde Carlo Farina mit einem Freskenzyklus über das Leben des heiligen Ambrosius beauftragt: Nur fünf wurden ausgeführt, und der Zyklus wurde 1905 von David Beghè vollendet, der auch die beiden Medaillons am Gewölbe schuf. Das heutige Aussehen verdankt sich den Umbauten der sechziger Jahre unter Don Massimo Pecora, der dem ursprünglichen Baukörper die beiden Seitenflügel hinzufügte, die Innenräume neu gestaltete, Krypta und Pönitentiarie einrichtete, den Altar neu errichtete und hinter der Apsis ein großes vielfarbiges Fenster von Leonardo Spreafico anfertigen ließ. 2010 wurde die Restaurierung der Fassade abgeschlossen, die einen rosafarbenen Ton erhielt.
Die Kirche liegt an der Piazza Gramsci im Zentrum von Cinisello Balsamo. Öffnungszeiten oder Besuchsmodalitäten nennen die herangezogenen Quellen nicht: Sie sind bei der Pfarrei zu erfragen.
Das Geläut besteht aus fünf Glocken in H2, 1841 in Varese von der Gießerei Felice Bizzozero gegossen; die dritte, die einen Riss hatte, wurde zwei Jahre später von derselben Gießerei neu gegossen. Das Läuten ist vollautomatisch, und 2009 wurden Glocken und Glockenturm restauriert.
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Risotto alla Milanese
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Nächster Termin: Der heilige Ambrosius, Patron der aus der Vereinigung von Cinisello und Balsamo entstandenen Stadt, Montag, 7. Dezember
Nächster Flughafen: Milano Linate, 13 km entfernt
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