Settala

Provinz: Mailand · Region: Lombardei · Einwohner: 7.328 · PLZ: 20090

Settala liegt in der Ebene zwischen Adda und Lambro, ein Stück östlich von Mailand. Das Gelände fällt so leicht ab, dass der östliche Teil tiefer liegt, und im Mittelalter reichten gerade dorthin die äußeren Sümpfe des Gerundo-Sees, eines Gewässers, das es nicht mehr gibt. Das Wasser aber blieb: Der Ort liegt mitten im Gürtel der Quellhorizonte, die zum Teil im Regionalpark der Muzzetta-Quellen zusammengefasst sind, den Settala gemeinsam mit Rodano betreut. Entlang der Südostgrenze verläuft der Muzza-Kanal, der älteste künstliche Kanal der Poebene, der Wasser aus der Adda auf die Felder bringt. Der Name kommt vom lateinischen saeptaria, von saeptum, Einfriedung, nach den eingezäunten Feldern dieser Gegend.

Die Anfänge führt man auf die Römerzeit zurück: Gefunden wurden eine Straße aus der Zeit des Tiberius und eine Medaille desselben Kaisers mit dem Namen des Duumvirn Giulio Settala. Im Mittelalter war der Ort Lehen der Grafen Settala, die Name und Herkunft von diesem Land nahmen und der Gemeinde ihr Wappen hinterließen: sieben goldene Halbflüge auf Rot, darüber ein goldenes Schildhaupt mit gekröntem schwarzem Adler. Sie ließen die Pfarrkirche Sant'Ambrogio errichten, und an der Cascina Castello steht noch der Zinnenturm eines Hauses aus dem zwölften Jahrhundert, ein Stützpunkt des Lombardenbundes gegen Barbarossa. Später kamen Caleppio und, 1869, Premenugo hinzu. Bis in die Nachkriegszeit hießen die Einwohner i gambon de Setara: Die Alten des Dorfes sagen, das habe nicht dicke Beine bedeutet, sondern gute Beine, also gute Fußgänger.

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