Die Kirche San Pietro in Valle ist ein Kirchengebäude im Zentrum von Fano, ein Beispiel des Barock der Marken, mit unvollendeter Fassade und einem an Gold, Stuck, Marmor und Gemälden überreichen Innenraum.
Sehenswertes
Sie wurde auf den Ruinen einer alten Kirche gleichen Namens gebaut, die nach den Quellen aus dem Jahr 778 stammt. Über die Bedeutung von «in Valle» sind sich die Gelehrten uneins: Es könnte die Lage im unteren Teil der Stadt, in einer Bodensenke, bezeichnen oder vom lateinischen vallum, Mauer, kommen, wegen der Nähe zu den Ruinen der römischen Mauern. Die Kongregation der Oratorianerpatres, 1598 von Girolamo Gabrielli nach dem Vorbild des heiligen Philipp Neri gegründet, hatte als ersten Sitz die alte Kirche San Pietro und baute, da sie eine größere Kirche brauchte, diese mit Unterstützung von Gabrielli und anderen adligen Familien Fanos. Die Arbeiten begannen 1610 nach einem Entwurf von Giovanni Battista Cavagna, der vor der Fertigstellung starb und von anderen Architekten ersetzt wurde; die Kirche wurde 1617 geweiht, noch unvollendet. Die Kuppel stammt von Girolamo Caccia, von 1696, später von Lauro Buonaguardia ausgeschmückt.
Der Grundriss ist ein lateinisches Kreuz, mit einem einzigen Schiff mit Tonnengewölbe, hohen ionischen Pilastern und sechs Seitenkapellen, drei auf jeder Seite, benannt nach den Familien von Fano, die den Bau finanzierten. Die Ziegelfassade blieb unvollendet, ohne die auf einer Zeichnung vorgesehene Steinverkleidung: außen kahl, steht sie im Gegensatz zum Innenraum, wo Weiß und Gold die Wände gliedern. Das Gewölbe hat Stuck von Pietro Solari und Fresken von Antonio Viviani mit Episoden aus dem Leben des heiligen Petrus und des heiligen Paulus, darunter das Quo vadis und die Landung des heiligen Paulus auf Malta. Auf dem Hochaltar steht anstelle der Schlüsselübergabe von Guido Reni von 1626, die bei den napoleonischen Plünderungen nach Frankreich gebracht wurde und heute im Louvre hängt, eine Kopie von Carlo Magini.
Der Besuch
Die Kirche liegt im Zentrum von Fano, nach anderen Quellen zwischen der Via Nolfi und der Via San Francesco. Öffnungszeiten oder Besuchsmodalitäten nennen die herangezogenen Quellen nicht: Sie sind zu prüfen.
Tipp der Redaktion
Nach anderen Quellen befindet sich in der Kapelle der Annunziata eine Verkündigung von Guido Reni von 1621; über dem Portal erinnert im Inneren die Inschrift von 1679 an Pater Girolamo Gabrielli.
