🖼️ Museen

Museo dell'abbazia di Borgo san Dalmazzo

📍 Borgo San Dalmazzo, Piemont · 50/100

Das Abteimuseum liegt neben der Kirche San Dalmazzo und dient dazu, sie zu lesen. Es entstand im November 2005 auf Betreiben des damaligen Pfarrers don Giovanni Quaranta und von Egle Micheletto von der Denkmalbehörde für archäologische Güter des Piemont; Architektur und Einrichtung stammen von Alessandro Scapolla. Betrieben wird es von der Pfarrei, und durch die Räume führen die Freiwilligen des Kulturvereins Pedo Dalmatia.

Sehenswertes

Man tritt ein und steht sogleich vor der getreuen Kopie der Reliquienbüste des Heiligen aus Silberblech: Das Original von 1594 wird in der oberen Kapelle der Kirche verwahrt. Der erste Saal erzählt, wie die Abteisiedlung über einer römischen Nekropole wuchs, und zeigt die Bilder, mit denen man den heiligen Dalmatius über die Jahrhunderte dargestellt hat — als Krieger, als Mönch, als Bischof —, allesamt fromme Erfindungen, denn keines dieser Ämter hat er je bekleidet. In der Mitte steht ein Modell, das die Ausmaße der Abteikirche des zwölften Jahrhunderts wiedergibt. Der zweite Saal zeigt Funde aus der Altstadt und aus dem Kirchenbereich: Alltagsgegenstände und Grabbeigaben, überwiegend aus dem zweiten und dritten Jahrhundert, aus den Brandgräbern, über denen später die Abtei entstand.

Der Besuch

Der dritte Saal ist der Saal der Steine, und er ist der schönste. Da sind Bruchstücke langobardischer und romanischer Zeit: Teile einer Chorschranke mit verknoteten Kreisen, ein Pfeilerchen, ein Kapitell, ein Architrav; dann die Reste einer mächtigen Presbyteriumsschranke von etwa zehn Metern Länge mit drei bogenüberwölbten Durchgängen, die den Gläubigen den Umgang um das Grab des Heiligen erlaubten; und schließlich Zeugnisse des Stuckdekors der zu Beginn des zwölften Jahrhunderts erbauten Kirche. Vom Museum gelangt man unmittelbar in den archäologischen Bereich unter der Kirche, und beide Wege sind als einer gedacht.

Tipp der Redaktion

Suchen Sie den Grabstein im zweiten Saal. Er erinnert an einen Bediensteten der Zollstationen der Quadragesima Galliarum, jener Abgabe auf alle durchgeführten Waren, die ein Vierzigstel ihres Wertes betrug: der handfeste Beweis, dass hier, vor dem Heiligen und vor der Abtei, ein römisches Zollhaus am Eingang der Pässe stand. Daneben ein sehr schlecht erhaltenes Männerbildnis, wohl eines Wohltäters, der der Stadt eine beachtliche Summe hinterließ und dessen Namen wir nicht kennen.

Borgo San Dalmazzo entdecken

Die ganze Gemeinde: Guide, Orte, Küche und Veranstaltungen.