San Pietro ist die Pfarrkirche von Cherasco, und ihr Titel hat eine Umzugsgeschichte. Die erste Erwähnung einer Kirche mit angeschlossenem Priorat, dem heiligen Petrus geweiht, im Ortsteil Manzano, stammt von 1192; 1243, im Gründungsjahr Cherascos, wurde der Titel auf die Hauptkirche der neuen Stadt übertragen. Diese wird 1259 erstmals ausdrücklich genannt und hatte Propsteirang.
Sehenswertes
Jahrhundertelang lag die Seelsorge bei den Lateranensischen Chorherren, dann ging sie in der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts an den Weltklerus über. Zwischen dem Ende des siebzehnten und dem beginnenden achtzehnten Jahrhundert wurde die Kirche von Grund auf restauriert und das Presbyterium teilweise neu errichtet, auf Wunsch des Pfarrers Lelio Luigi Trotti Sandri. 1767 bauten Francesco Maria und Giovanni Battista Concone, beide aus Asti, die neue Orgel, die jene des sechzehnten Jahrhunderts ersetzte.
Der Besuch
Die Ausmalung der Schiffe stammt aus dem neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert: Das Mittelschiff verschönerte 1883 der Maler Rodolfo Morgari, die Seitenschiffe wurden später von Fedele Finati aus Alba dekoriert. Zu den Werken gehört eine Leinwand mit Herakleios, der das Kreuz nach Jerusalem zurückbringt, vom Marchigianer Martino Bonfini, die aus der Kirche San Gregorio stammt.
Tipp der Redaktion
Die Verwaltungsgeschichte verdient einen Gedanken: Mit der Aufhebung der Diözese Alba kam die Kirche unter Asti und kehrte erst zurück, als die Diözese wiederhergestellt wurde. Solche Wechsel wirken bürokratisch und erklären doch, warum hier in manchen Zeiten nichts gebaut wurde: Wechselt der Bischof, wechseln Prioritäten und Geld.
