Die Wallfahrtskirche steht in Loreto, einem Ortsteil nordöstlich von Oleggio, und der Entwurf stammt von Pellegrino Tibaldi. Das erste Dokument dazu datiert vom 20. August 1600 und nennt die Deputierten, die die Arbeiten begleiten sollten; die erste Bauphase reichte laut der Visitation von Bischof Ferdinando Taverna von 1611 bis 1618, doch begonnen war der Bau schon früher.
Sehenswertes
Die Fassade folgt dem römischen Modell der Gegenreformation, mit doppelter korinthischer Ordnung. In den unteren Nischen stehen Paulus mit dem Schwert und Petrus mit den Schlüsseln; über den heute vermauerten Seitentüren sitzen Reliefs der Verkündigung und der Heimsuchung, im Giebel die Himmelfahrt Mariens zwischen zwei Putten. Die Statuen kamen allerdings spät: Die Fassade wurde erst in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts vollendet, mit Arbeiten des einheimischen Bildhauers Giuseppe Argenti.
Der Besuch
Das Innere hat drei Schiffe, eine halbrunde Apsis und einen achteckigen Vierungsturm. Neben dem Hochaltar stehen jene der heiligen Katharina und der heiligen Christina, auf letzterem eine Leinwand mit dem Martyrium der heiligen Christina, Morazzone zugeschrieben. Vor der Kirche verläuft eine Allee, die Stefano Ignazio Melchioni Ende des 18. Jahrhunderts entwarf.
Tipp der Redaktion
Ein Teil dieser Räume hatte eine unerwartete Bestimmung: Vor 1890 dienten sie als Lazarett für Infektionskranke, und dieses Lazarett blieb bis 1935 in Betrieb.
