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⛪ Kirchen und Heiligtümer

basilica di Maria Ausiliatrice

📍 Torino, Piemont · 64/100

1846 war dies eine Wiese vor Turin, mit ein paar Höfen und einem hölzernen Schuppen, den ein mittelloser Priester gemietet hatte, um dort die Jungen von Porta Palazzo zu versammeln. Zwanzig Jahre später ließ don Bosco auf derselben Wiese eine Basilika mit Kuppel bauen, und auf die Frage, wie er das bezahlt habe, antwortete er, die Madonna habe sich ihr Haus selbst gebaut. Das Heiligtum von Maria Ausiliatrice wurde am 9. Juni 1868 nach dem Entwurf des Ingenieurs Antonio Spezia eröffnet; ringsum ist das Viertel Valdocco zu einer kleinen salesianischen Stadt aus Schulen, Höfen und Jugendheimen gewachsen.

Sehenswertes

Über dem Hochaltar hängt das Bild, das don Bosco bei Tommaso Lorenzone bestellte und das den Maler wegen seiner Maße zur Verzweiflung brachte: eine riesige Leinwand mit der Jungfrau in der Glorie, den Aposteln und Evangelisten darunter und Turin im Hintergrund. Der Maler vergrößerte es immer weiter, der Auftraggeber verlangte immer mehr. Der übrige Innenraum stammt aus dem späten neunzehnten Jahrhundert, von don Boscos Nachfolger Michele Rua mit farbigen Marmorplatten verkleidet und in den dreißiger Jahren erweitert, als der Gründer heiliggesprochen wurde und die Kirche für die Pilger verlängert werden musste.

In der rechten Kapelle steht die gläserne Urne mit den Gebeinen don Boscos; nicht weit ruhen weitere Heilige der salesianischen Familie, darunter der Junge Domenico Savio, der mit fünfzehn Jahren starb. Doch der Teil, der bleibt, liegt hinter der Basilika, im Hof: das Kirchlein San Francesco di Sales, das die Salesianer ihre Porziuncola nennen, und die Reste des Pinardi-Schuppens, aus dem alles begann, heute in die Arkaden einbezogen. Am Kirchlein hängt noch die von den Brüdern Barigozzi gegossene Glocke, die dreimal am Tag den Angelus schlägt.

Der Besuch

Valdocco liegt zehn Minuten zu Fuß von Porta Palazzo und eine Viertelstunde vom Zentrum; die Basilika ist täglich lange geöffnet, der Eintritt frei, sonntags ist sie voller Gottesdienste. Im selben Block liegen die Zimmer don Boscos, mit eigenen Zeiten zu besichtigen, und das salesianische Museum. Eine Stunde für alles, mehr, wenn man in die Höfe geht.

Tipp der Redaktion

Bleiben Sie nicht in der Basilika stehen: Fragen Sie nach den Zimmern und gehen Sie hinauf. Es sind drei kleine Räume mit Bett, Schreibtisch und Hut, gelassen, wie sie in der Januarnacht 1888 waren, in der don Bosco dort starb. Aus dem Fenster sieht man den Hof, in dem die Jungen spielten, und es ist der einzige Punkt in Valdocco, an dem man begreift, dass all dies ein Einzelner zusammengebracht hat.

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