Balocco

Provinz: Vercelli · Region: Piemont · Einwohner: 239 · PLZ: 13040

Balocco liegt am linken Ufer des Cervo, mitten in den Reisfeldern an der Straße nach Buronzo; in römischer Zeit führte hier die via delle Gallie vorbei, die Konsularstraße, die Augustus zur Verbindung der Poebene mit Gallien anlegen ließ. Über den Namen herrscht keine Einigkeit: manche leiten ihn vom lateinischen badaluchum ab, einem Gerät zum Vogelfang, manche von badaluchus, also Scharmützel, Sache von geringem Gewicht, andere vom keltischen lauc. Erstmals erscheint der Ort im zehnten Jahrhundert, in der Liste der Pfarreien von Vercelli zur Zeit des Bischofs Ingone.

1124 begegnet man Eustachio Confalonieri di Balocco, dem ersten bekannten Namen der Familie, die das Lehen bis zum Beginn des siebzehnten Jahrhunderts hielt: Es galt mehr als Ehre denn als Einkommen und ging an örtliche Herren, die ihren Namen vom Ort nahmen. Den Confalonieri stand das Recht zu, den Bischöfen in Prozessionen voranzugehen und das Banner zu tragen. Die Burg, um das Jahr Tausend errichtet und von den Herren von Rovasenda in Brand gesteckt, wurde 1423 wieder aufgebaut. Im Wappen liegen zwei gekreuzte Reisähren in einem Zahnrad, daneben der Turm; bei der Cascina Bella Luigina liegt die für Alfa Romeo angelegte Teststrecke, auf der noch heute Autos erprobt werden.

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