Dolianova hat eine Kathedrale ohne Stadt. Die Kirche San Pantaleo ist pisanisch-romanisch, 1160 begonnen und 1289 vollendet, und sie ist eines der besterhaltenen und eindrucksvollsten Beispiele des gesamten sardischen romanischen Erbes; sie ist aus Sandstein gebaut, einem Stein, der sich zu höchst verwickelten Motiven behauen lässt und der eben deshalb verwittert. Im Inneren steht ein Taufbecken vom Untertauchtyp, sicherer Beweis, dass hier bereits eine frühchristliche Kultstätte bestand. Der Ort hieß Dolia und war Bischofssitz: Die erste Urkunde stammt von 1089, als Bischof Virgilio die Gründung zweier Klöster unterzeichnete, die der Richter von Cagliari gewollt hatte. Das Bistum wurde 1503 aufgehoben und von Cagliari aufgenommen, und heute überlebt jener Name nur noch als Titularsitz.
Die heutige Gemeinde dagegen entstand am 25. Juni 1905 aus dem Zusammenschluss zweier Dörfer, Sicci San Biagio und San Pantaleo, die jahrhundertelang verschiedene Herren gehabt hatten: San Pantaleo ein Lehen der Bischöfe, Sicci eine Baronie, 1355 an Raimondo de Amburra verliehen. Als sie sich vereinigten, legte man die gemeinsamen Einrichtungen genau entlang der alten Grenze zwischen den beiden Siedlungen an, damit keine von beiden sie beanspruchen konnte: die Schulen, das Rathaus, den Ratssaal, der noch heute in den Räumen der alten Gemeinde Sicci tagt. Und der Ort behielt beide Schutzpatrone, San Biagio und San Pantaleo, jeden mit seinem eigenen Fest im August.
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Außerhalb von Dolianova, aber als Ausflug gut erreichbar.
