Am östlichen Ende des Hafens von Messina, auf derselben Halbinsel San Raineri, weist der Lanterna-Turm seit 1555 den Eingang zum Naturhafen, als er in das von Kaiser Karl V. angeordnete Befestigungssystem zum Schutz Siziliens vor der osmanischen Bedrohung aufgenommen wurde.
Sehenswertes
Der heutige, achteckige Mauerwerksturm ist 41 Meter hoch, in zwei Abschnitte mit doppelter Galerie gegliedert und trägt die für italienische Leuchttürme typische schwarz-weiße Streifenbemalung, gekrönt von einer grau lackierten Kuppel; sein Licht, drei weiße Blitze alle 15 Sekunden, ist bis zu 22 Seemeilen weit sichtbar. Der Standort war historisch einer der Orientierungspunkte des Hafens von Messina, ursprünglich ausgerichtet auf den Orionbrunnen und den Neptunbrunnen, die beiden Werke, die Giovanni Angelo Montorsoli in eben jenen Jahren für die Stadt schuf.
Wie die meisten italienischen Leuchttürme ist er vollautomatisch, netzbetrieben mit solarer Unterstützung und wird ohne ständigen Wärter von der Marina Militare betrieben.
Der Besuch
Der Leuchtturm ist im Inneren nicht für die Öffentlichkeit zugänglich; das Bauwerk lässt sich von außen betrachten, von der Halbinsel San Raineri oder vom Meer aus.
Tipp der Redaktion
Von hier aus überblickt man die gesamte Hafeneinfahrt Messinas: Blickt man zur Stadtmitte, lohnt es sich, sich die alte Ausrichtung mit dem Orion- und dem Neptunbrunnen vorzustellen — heute nicht mehr wahrnehmbar, doch einst als einheitliches städtebauliches Konzept gedacht.




