Dieser Brunnen gibt seit mehr als tausend Jahren Wasser und gibt es noch. Die Araber bauten ihn neben einer Quelle, in der Siedlung, die sie Alqamah nannten und von der der Name der Stadt kommt. Er ist eines der ganz wenigen arabischen Werke, die im Westen Siziliens stehen geblieben sind, und das einzige, das weiter tut, wofür es gemacht wurde.
Sehenswertes
Er steht im unteren Teil von Alcamo, wenige hundert Meter unterhalb des Heiligtums der Madonna dei Miracoli. Ein schlichter Bau, von der Art, die zum Dauern gemacht ist: ein Becken, der Strahl, der abgewetzte Stein, wo sich jahrhundertelang jene aufstützten, die Krüge füllten. Ein starkes Erdbeben am Ende des fünfzehnten Jahrhunderts beschädigte ihn, später wurde er ausgebessert.
Der Geograf Idrisi, der 1154 Sizilien für König Roger beschrieb, nannte Alcamo ein manzil, also eine Häusergruppe, und lobte die fruchtbaren Böden und den Markt. Der Ort war von Muslimen bewohnt und in vier Weiler geteilt; dann ließ Friedrich der Zweite nach einigen Aufständen die sarazenische Bevölkerung fortbringen, und die Weiler wurden christlich. Der Brunnen blieb.
Der Besuch
Er liegt im Freien, an der Straße, ohne Karte und ohne Zeiten; er ist nicht weit vom Heiligtum und passt gut zu einem Gang durch die Altstadt. Eine Viertelstunde.
Tipp der Redaktion
Halten Sie eine Hand unter den Strahl. Es klingt nach nichts und ist doch der unmittelbarste Weg, tausend Jahre Stadtgeschichte anzufassen: Jene Quelle entschied, wo der Ort entstand, gab der arabischen Siedlung den Namen und diente weiter allen, die später kamen, ohne je nach ihrer Religion zu fragen.
