Die Gedenkstätte Castel Dante steht auf dem gleichnamigen Hügel bei Rovereto, auf der Kuppe, auf der die Ruinen von Castel Lizzana lagen. Nach dem Ersten Weltkrieg, zwischen 1922 und 1927, wurden die Überreste der Gefallenen hierher gebracht, die in den vielen Soldatenfriedhöfen der Gegend bestattet waren. Der Bau entstand zwischen 1933 und 1936 nach einem Entwurf von Ferdinando Biscaccianti und wurde am 4. November 1938 eingeweiht. Mit der Zeit wurde er zu einem Denkmal für alle auf Trentiner Boden Gefallenen, auch für jene, die auf gegnerischen Seiten kämpften.
Sehenswertes
Der mächtige Bau orientiert sich an der klassischen Architektur und trägt eine Metallkuppel. Er hat zwei Geschosse, durch Innentreppen verbunden. Er birgt die Gebeine von etwa zwanzigtausend Soldaten, bekannten und unbekannten: Italiener, Österreicher, darunter Tausende Trentiner, Tschechoslowaken und Ungarn. Hier ruhen auch Fabio Filzi und Damiano Chiesa, die beiden Irredentisten aus Rovereto, die von der österreichischen Regierung hingerichtet wurden.
Im Untergeschoss erinnert eine Tafel mit einer Flamme an die Goldmedaillen der Legione trentina. Auf dem Vorplatz steht neben dem Fahnenmast eine alte Eiche, der Baum im Wappen von Rovereto; entlang der Zufahrt sind einige Militärgeräte aufgestellt.
Der Besuch
Öffnungszeiten und Besuchsmodalitäten sind beim Verteidigungsministerium oder bei der Gemeinde Rovereto zu erfragen.
Tipp der Redaktion
Der Name geht auf eine Legende zurück: Dante Alighieri soll um 1310 Gast der Castelbarco in der Burg von Lizzana gewesen sein. Von der Burg sind ein Mauerabschnitt und die Brunneneinfassung geblieben, sichtbar auf dem Gelände der Gedenkstätte.



