Das Museo civico di Rovereto, seit 2013 eine Stiftung, entstand 1851 als Gesellschaft von Privatbürgern, als die Stadt und das Trentino zum Habsburgerreich gehörten. Es erhielt 1853 seine erste Satzung und öffnete 1855 für das Publikum. Das Verdienst der Initiative gebührt dem Mäzen und Gelehrten Fortunato Zeni, der dem Museum die Hälfte seines Vermögens und die Sammlungen seines Lebens hinterließ. Zu den Zielen der Gründer gehörte auch, das örtliche Erbe vor Erwerbungen österreichischer Museen zu schützen: 1830 hatte ein Archäologe aus Rovereto seine Sammlung dem Ferdinandeum in Innsbruck überlassen.
Sehenswertes
Von Anfang an schlug das Museum zwei Richtungen ein: Naturwissenschaften und Archäologie. Zenis Sammlungen, entomologisch, numismatisch und philatelistisch, mit archäologischen und paläontologischen Funden, bilden den historischen Kern. Sitz ist der Palazzo Parolari im Borgo Santa Caterina.
Dem Museum ist auch das Biotop Lavini di Marco anvertraut, mit den 1990 entdeckten Dinosaurierfährten.
Der Besuch
Öffnungszeiten, Eintritt und Ausstellungsorte sind auf der Website der Fondazione Museo Civico di Rovereto zu prüfen.
Tipp der Redaktion
Das Besondere an diesem Museum ist, dass es aus einem Projekt entstand und nicht aus einer großen Schenkung wie viele Museen der Zeit: Die Schenkungen kamen danach. Mehr als sechzig Jahre lang teilte es dasselbe Stockwerk des Palazzo Piomarta mit der Stadtbibliothek Tartarotti, ohne je mit ihr zu verschmelzen.



