Es ist Villa und Festung zugleich: quadratischer Grundriss, vier Ecktürme, ringsum ein Graben. Erbauen ließen sie im sechzehnten Jahrhundert die Fürstbischöfe Madruzzo, die in Trient die geistliche und die weltliche Macht innehatten und einen Landsitz brauchten, der sich auch verteidigen konnte.
Sehenswertes
Die Ecktürme sind quadratisch und so hoch wie ein sechsgeschossiges Haus; die Ostfront trägt eine doppelte Serliana, jenes Bogenmotiv zwischen zwei rechteckigen Öffnungen, das im sechzehnten Jahrhundert das Zeichen gelehrter Architektur war. In der Dachmitte stand ein Türmchen, heute verschwunden, und von den Fresken der Säle blieb wenig.
Der Name kommt von den Pyramidenpappeln, den Albere, die die Zufahrtsallee von der Stadt säumten. Die Allee führte unter einem dreitorigen Bogen hindurch geradewegs zur Villa; heute ist dieser Weg von der Brennerbahn zerschnitten, und ein Teil des Parks nimmt der monumentale Friedhof ein.
Der Besuch
Der Palast liegt nahe der Etsch, im Viertel des Muse, zehn Minuten zu Fuß vom Zentrum Trients; er dient Ausstellungen und Veranstaltungen, die Öffnung hängt also vom laufenden Programm ab. Eine Stunde.
Tipp der Redaktion
Stellen Sie sich auf die Ostseite und versuchen Sie, die Allee im Kopf wieder aufzubauen: Die Pappeln sind fort, der Eingangsbogen steht allein, die Gleise laufen dort, wo der Garten war. Die Villa ist noch da, doch die Landschaft, für die sie gedacht war, wurde Stück für Stück abgebaut, und das widerfährt fast jeder Vorstadtvilla in Italien.
