Città della Pieve ist die Stadt Peruginos, und in ihrer Kathedrale hängen zwei seiner Leinwände: Er malte sie für die Kirche des Ortes, in dem er geboren war, vor den Leuten, mit denen er aufgewachsen war. Die Kirche hat eine sehr lange Geschichte, die mit einem Bau des vierten oder fünften Jahrhunderts beginnt und über einen romanischen und einen gotischen führt.
Sehenswertes
Was man heute sieht, stammt aus dem sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert, aus der Zeit, als die Kirche Kathedrale wurde: Aus jener Zeit sind die Seitenkapellen und der Glockenturm neben dem Bau. Von den älteren Erneuerungen blieb wenig, doch die Krypta unter dem Hochaltar ist gotisch und steht auf den Resten von Zivilbauten etruskisch-römischer Zeit.
Neben den Werken Peruginos gibt es Bilder anderer umbrischer Maler des sechzehnten und siebzehnten Jahrhunderts, aus den Kirchen der Gegend hierher gebracht. Die Kathedrale steht am Hauptplatz, aus Backstein wie der ganze Ort, und ihre unvollendete Front ist eine jener Fassaden, an denen man einen aus Geldmangel abgebrochenen Entwurf sieht.
Der Besuch
Der Dom liegt an der Piazza Gramsci, im Zentrum von Città della Pieve; Eintritt frei, Zeiten nach den Gottesdiensten, und wenige Minuten entfernt liegt das Oratorium mit der Anbetung der Könige, dem anderen Werk Peruginos im Ort. Eine halbe Stunde.
Tipp der Redaktion
Steigen Sie in die Krypta hinab und zählen Sie die Schichten: Unter einer Kathedrale des siebzehnten Jahrhunderts liegt eine gotische Krypta, und darunter die Mauern etruskischer und römischer Häuser. Fünf Epochen in einem einzigen Gebäude gestapelt, und um sie zu sehen, genügt eine Treppe, die fast niemand nimmt.
