⛪ Kirchen und Heiligtümer

duomo di Amelia

📍 Amelia, Umbrien · 58/100

Der Glockenturm des Doms von Amelia hat zwölf Seiten, was sehr selten ist, und er ist älter als die Kirche daneben: Errichtet wurde er im elften Jahrhundert unter Wiederverwendung römischer Steine und Inschriften, die noch im Mauerwerk stecken. Die Kathedrale selbst wurde zweimal erneuert, nach den Schäden von 1240 und nach dem Brand von 1629.

Sehenswertes

Die heutige Kirche ist barock, hell, mit Altären und Seitenkapellen; sie bewahrt die Reliquien der Stadtpatroninnen und über die Jahrhunderte gesammelte Werke der Bildhauerei und Malerei, darunter Renaissance-Grabmäler jener Familie, die dem Ort Bischöfe und Diplomaten gab.

Draußen muss man den Glockenturm umrunden: Die zwölf Seiten zählt man schwer, und im Stein erkennt man die wieder eingesetzten antiken Blöcke, deren lateinische Buchstaben noch lesbar sind. Amelia liegt auf einem Hügel, umgeben von polygonalen Mauern aus riesigen Blöcken, die zu den ältesten Italiens zählen, und der Dom steht am höchsten Punkt.

Der Besuch

Der Dom liegt an der Piazza del Duomo, oben in der Altstadt, zehn Minuten bergauf zu Fuß von der Porta Romana; Eintritt frei, mittags geschlossen. Eine halbe Stunde.

Tipp der Redaktion

Steigen Sie vom alten Tor zu Fuß hinauf, statt mit dem Auto zu kommen: Man geht zwischen Mauern aus gewaltigen Blöcken, dann zwischen mittelalterlichen Häusern, und erreicht die Höhe, wobei der Glockenturm erst im letzten Moment erscheint. In zwanzig Minuten durchquert man dreitausend Jahre Geschichte desselben Hügels, und der Aufstieg gehört zum Besuch.

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