🖼️ Museen

Teatro Verdi

📍 Padova, Venetien · 56/100

Das Haupttheater von Padua entstand als Privatunternehmen: Eine Gesellschaft paduanischer Adliger gab es in Auftrag, weil sie einen eigenen Saal wollte, und 1751 wurde es mit einem Melodram Metastasios eröffnet. Es hieß Neues Theater des Adels, und den Namen des Komponisten, den es heute trägt, erhielt es viel später, als der Saal erneuert wurde.

Sehenswertes

Das Äußere wurde Mitte des neunzehnten Jahrhunderts nach einem Entwurf Giuseppe Jappellis neu geordnet, jenes Architekten, der Padua das Café Pedrocchi hinterließ. Das Innere dagegen stammt von 1884, vom Mailänder Architekten, der das Opernhaus von Rom entworfen hatte: Parkett, Ränge von Logen und das Gewölbe mit dem Reigen der Stunden, gemalt und später von einem zweiten Künstler erneuert.

Die Wiedereröffnung unter dem neuen Namen wurde von Musik eines paduanischen Komponisten begleitet. Heute ist das Theater der Arbeitssitz der Staatsbühne Venetiens und beherbergt das letzte Jahr der Schauspielakademie der Stadt: ein Bau, den man besser als Zuschauer besucht, denn der Saal erschließt sich, wenn er voll ist und das Licht sinkt.

Der Besuch

Das Theater liegt in der Via dei Livello, an der Ecke zum Corso Milano, zehn Minuten zu Fuß von der Santo-Basilika und vom Pedrocchi; hinein kommt man mit der Eintrittskarte für die Vorstellungen, Führungen durch den Saal sind gelegentlich und im Programm zu suchen. Zwei Stunden für eine Vorstellung.

Tipp der Redaktion

Gehen Sie an der Seite die Straße entlang und schauen Sie nach oben: Dort sind drei große Spitzbogenfenster, geöffnet, um die Bühne zu belichten. Zwei Jahrhunderte lang sah sie niemand, weil Häuser davorstanden; 1958 kamen sie wieder zum Vorschein, als man diese für die neue Straße abriss. Ein Gebäude kann seine schönste Seite verbergen.

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