Cimadolmo

Provinz: Treviso · Region: Venetien · Einwohner: 3.413 · PLZ: 31010

Der Name ist aus cima und olmo, Ulme, zusammengesetzt, und was er genau bedeutete, ist unklar: vielleicht ist er übertragen zu lesen, als das äußerste Ende eines Ortes namens Olmo. Doch eine Ulme in einem Ortsnamen kann drei verschiedene Dinge mit sich führen, und die Quelle zählt alle drei auf. In alter Zeit galt der Baum als heilig; er konnte auch die Stelle bezeichnen, an der die Vertreter der Gemeinschaft zusammenkamen; und er wurde bei den spätmittelalterlichen Trockenlegungen in großer Zahl gepflanzt, weil er dem Boden die Feuchtigkeit wirksam entzieht. Heiliger Baum, Ratssaal oder Entwässerungswerkzeug: hier, wo der Piave über alles entscheidet, ist der dritte Grund keineswegs der unwahrscheinlichste. Die Ulme steht im Gemeindewappen zusammen mit dem Feld, dem Fluss und der Insel, also den Grave di Papadopoli.

Den Rest der Geschichte hat das Wasser geschrieben. Die erste Siedlung entstand in römischer Zeit in Stabiuzzo, wo an der via Postumia beim Piave ein Militärposten gegründet wurde, und jahrhundertelang war das der bedeutendste Ort des Gebiets, mit einem Markt und einer Pieve, die 1152 unter den Besitzungen des Bischofs von Treviso genannt wird. Die ständigen Hochwasser führten zu ihrem Niedergang: die Kirche wurde zerstört und der Markt zog fort, zuerst nach Ponte di Piave, dann nach Oderzo. Auch Cimadolmo erging es nicht besser — zwischen dem fünfzehnten und dem sechzehnten Jahrhundert wurde die Kirche San Silvestro mehrfach zerstört —, und erst der zwischen 1884 und 1886 errichtete Damm erlaubte im folgenden Jahrhundert ein stetiges Wachstum. Dann kam der Große Krieg, mit der Front am Piave und harten Kämpfen. Heute ist das Gebiet vor allem Weinberg, doch das Erzeugnis, das den Namen des Ortes trägt, ist der weiße Spargel.

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