Schutzpatron von Issime ist der heilige Jakobus, in der örtlichen Variante der Walser Sprache, dem Töitschu, Sent Joapuk genannt, gefeiert am 25. Juli, wobei das Patronatsfest in der letzten Juliwoche stattfindet. Die ihm geweihte Pfarrkirche im Weiler Duarf besitzt bemerkenswerte Fresken des Jüngsten Gerichts, die Geheimnisse des Rosenkranzes auf dem Kirchplatz, ein Taufbecken im romanischen Stil und vor allem einen barocken Hauptaltar, den zweitgrößten des Aostatals nach jenem von Antagnod, mit 182 Statuen. Daneben gibt es auch ein winterliches Patronatsfest zu Ehren des heiligen Sebastian.
Issime ist ein Ort walserischer Sprache und Kultur, der sich von anderen Alpengemeinschaften durch Mehrsprachigkeit und das Nebeneinander zweier ethnischer Gruppen, einer deutschsprachigen und einer frankoprovenzalischen, unterscheidet: historisch zählt man bis zu fünf Sprachvarianten, Töitschu, den Patois von Gaby, Piemontesisch, Französisch und neuerdings auch Italienisch. Auf dem der Pfarrkirche gegenüberliegenden Vorsprung steht die Herrenhaus, eine alte Festung des Adelsgeschlechts Vallaise aus dem 14. Jahrhundert.
