Das Prunkstück ist ein Murmeltier: die Mumie, die im Sommer 2022 ein Bergführer auf dem Lyskamm-Gletscher fand und die die Wissenschaft für den ältesten mumifizierten Fund Italiens hält. Die Radiokarbondatierung setzt sie auf etwa 6.600 Jahre, mitten in die Jungsteinzeit. Sie liegt im Schloss von Saint-Pierre, wo das regionale Naturkundemuseum 1.200 Quadratmeter einnimmt.
Sehenswertes
Der Rundgang beginnt im Erdgeschoss mit dem Wappensaal, dem Saal der Unterschiede, dem Saal der Zeit und dem Saal der Gesteine und führt weiter durch die in die Burg eingebauten Räume. Die heutige Ausstellung wurde am 25. November 2022 nach jahrelanger Arbeit eröffnet: Seit 2008 war das Museum wegen der Restaurierung des historischen Gebäudes und der völligen Neugestaltung geschlossen.
Der Besuch
Die Sammlungen sind älter als das Museum. 1905 eröffnete die Société de la Flore Valdôtaine, 1858 von den Kanonikern Georges Carrel und Édouard Bérard gegründet, ein privates Museum; 1934 musste sie die Bestände mangels Miete der Alpinen Militärschule überlassen, die sie fast vierzig Jahre im Schloss Jocteau verwahrte. 1971 zurückgeholt, sind sie seit 1977 im Schloss von Saint-Pierre; das regionale Museum selbst wurde 1985 per Gesetz eingerichtet.
Tipp der Redaktion
Am besten zusammen mit der Burg: ein Ticket, ein Rundgang, und die Säle stecken in den historischen Räumen. Der Betriebssitz mit der Bibliothek liegt dagegen in La Salle, im Zentrum des Marais, dorthin geht man für Studienmaterial, nicht hierher.
