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ponte acquedotto di Pont d'Aël

📍 Aymavilles, Aostatal · 59/100

Eine Inschrift an der Nordseite nennt den Geldgeber: Gaius Avillius Caimus aus Padua, einer der Betreiber der nahen Grube, aus eigenen Mitteln, im Jahr 3 v. Chr. Das Wort PRIVATVM steht in der Mitte des Textes, und man versteht, warum ihm daran lag.

Sehenswertes

Die Brücke ist 60,46 Meter lang und 2,26 breit und überquert die Schlucht der Grand Eyvia an der einzig möglichen Stelle: Hier verengt sich die Klamm auf zwölf Meter, ist aber 66 tief. Ihr einziger Bogen hat eine Spannweite von 14,24 Metern. Im unteren Geschoss verläuft ein 50,35 Meter langer Gang, der zur Dichtheitsprüfung der darüberliegenden Wasserleitung diente: Zwei Reihen kleiner Fenster erhellen ihn, die unteren den Boden, die oberen das Dach, damit der Wärter Lecks sofort erkannte. Ursprünglich waren es wohl drei Ebenen, bei einer Gesamthöhe von 22,15 Metern.

Der Besuch

Im Kanal, durch den einst das Wasser lief, verläuft heute ein Wanderweg. Jahrhundertelang galt die Brücke als Transportweg für Eisenerz; die vollständige Vermessung durch Mathias Döring 1996 zeigte, dass sie zu einer sechs Kilometer langen Bewässerungsleitung gehörte, die Wasser zu den Feldern der neuen Kolonie Augusta Praetoria und zu einer Erzwäsche für das in Cogne geförderte Erz brachte.

Tipp der Redaktion

Man geht hindurch, nicht nur davor vorbei: Der Kontrollgang bleibt im Gedächtnis, und von dort sieht man die Schlucht wie einst der römische Wärter. Wer nicht schwindelfrei ist, sollte es vorher wissen: Darunter sind 66 Meter.

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