Über Pentone sagen die Quellen sehr wenig. Der Artikel hat eine Überschrift für die Geschichte, und unter dieser Überschrift steht nur das Dekret, mit dem 1962 Wappen und Fahne verliehen wurden: alles Übrige ist Schweigen. Aufgeschrieben ist die Geographie und ein Gebäude. Der Ort liegt auf knapp siebenhundert Metern an den Südhängen der Sila Piccola, in der Provinz Catanzaro, und auf Kalabrisch heißt er Pentùni. Gleich außerhalb der Häuser, etwa sechzig Meter höher, steht das Heiligtum der Madonna di Termine, und der Platz davor trägt den Namen eines örtlichen Erzpriesters, don Salvatore Mazzuca.
Dort bündelt sich alles, was über diese Gemeinde je schriftlich festgehalten wurde. Am zweiten Sonntag im September ist das Heiligtum Ziel einer Wallfahrt, mit feierlichen Festlichkeiten, die sich jedes Jahr wiederholen: man steigt vom Ort hinauf, man kommt zur Kirche, und das ist — in den Dokumenten — alles. Der Titel der Madonna ist im Übrigen ein gewöhnliches Wort: termine ist das Wort für die Grenze, auch wenn die Quellen nicht erklären, warum die Madonna von Pentone es trägt. Es gibt Gemeinden, deren schriftliches Gedächtnis sich auf ein Heiligtum und auf den Tag beschränkt, an dem die Leute zu Fuß hinaufgehen: diese ist eine davon, und es lohnt sich, das zu sagen, statt die Lücke zu füllen.
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Außerhalb von Pentone, aber als Ausflug gut erreichbar.
