Vallata

Provinz: Avellino · Region: Kampanien · Einwohner: 2.856 · PLZ: 83059

Der Ort liegt auf einem Hügel auf 870 Metern, zwischen dem Tal des Ufita und dem des Calaggio, in jenem Teil Irpiniens, der Baronia heißt; daher kommt der Name, von den beiden Tälern, oder aber von der Senke, in der die ersten Häuser standen. In den Urkunden taucht er früh auf: 1111 ist von einem Ruggero da Vallata die Rede, und Reste der Ringmauer bestätigen, dass die Siedlung alt ist. In der Kirche San Vito, am Südende des Ortes, wird eine Statue verwahrt, die nie in Prozession hinausgeht: Man fürchtet, der Heilige würde mit einem Steinhagel antworten, und so trägt man stattdessen eine Halbfigur aus der Mutterkirche.

Auf dem Hügel von Santa Maria dagegen wollten die Leute die Kirche selbst. In den dreißiger Jahren, nachdem auf der Anhöhe ein Kruzifix und ein Marienbild aus dem fünfzehnten Jahrhundert gefunden worden waren — nach den Hinweisen, die die Jungfrau der Überlieferung nach einem gewissen Giovanni Antonio Crincoli im Traum gegeben hatte —, entstand ein Bau, der dann jahrzehntelang verfiel. Seit Ende der neunziger Jahre hat ein Bürgerkomitee ihn wieder aufgebaut, und die Arbeiten wurden vollständig aus den Festen und Konzerten bezahlt, die im Sommer dort oben stattfinden. In der Mutterkirche hängt unterdessen über dem Hochaltar ein Martyrium des heiligen Bartholomäus, das Lanfranco zugeschrieben wird.

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