Der Ort hieß schlicht Piana, ab 1862 dann Piana di Caiazzo, und erst 1976 nahm er den Namen des Berges an, an dessen Fuß er liegt. Die beiden Änderungen erzählen von einer Trennung: jahrhundertelang ein Weiler von Caiazzo, löste sich Piana 1808, wurde binnen drei Jahren wieder mit dem Mutterort vereinigt und erlangte 1816 die endgültige Eigenständigkeit. Der alte Name sagte, wem der Ort gehörte, der neue sagt, wo er liegt.
Über den Ursprung der Siedlung argumentierte der Historiker Bernardino Di Dario aus einer Abwesenheit: im zehnten Jahrhundert gab es den Weiler nicht, denn in jener Bulle, mit der Erzbischof Gerberto von Capua dem Bischof von Caiazzo die Kirchen der umliegenden Dörfer aufzählte, kommt Piana nicht vor. Die ersten Hinweise stammen aus den Pergamenten des Kapitelarchivs, eines von 1205 und eines von 1326, und die verschiedenen Dörfer, die heute die Gemeinde bilden, entstanden zu unterschiedlichen Zeiten nach dem Jahr Tausend. Südlich des Ortes, vom Friedhof umgeben, steht die Kirche Santa Maria a Marciano, seit 979 bekannt und in den ersten Jahrzehnten des vierzehnten Jahrhunderts gotisch neu errichtet, mit gotischen, spätgotischen und Renaissancefresken. An einer noch heute Faggianeria genannten Stelle züchteten die Bourbonen Fasane für die königlichen Jagdreviere.