🖼️ Museen

catacombe di San Gennaro

📍 Napoli, Kampanien · 57/100

Es sind die größten Katakomben Süditaliens, und sie gleichen den römischen nicht: Hier sind die Gänge breit, hoch, in weichen Tuff geschnitten, und stellenweise weiten sie sich zu regelrechten Schiffen. Man geht aufrecht ohne Mühe, und Licht fällt durch die Öffnungen. Die Anlage erstreckt sich über zwei Ebenen, und der älteste Kern stammt aus dem zweiten Jahrhundert.

Sehenswertes

An Wänden und Gewölben sind frühchristliche Fresken und Mosaike, mit Bildnissen der Verstorbenen, Symbolen und biblischen Szenen. In einer Krypta findet sich das älteste bekannte Bild des heiligen Januarius, mit Nimbus und griechischen Buchstaben zu beiden Seiten: das Bildnis des Heiligen, den Neapel seit Jahrhunderten verehrt, gemalt, als sein Andenken noch frisch war.

Da sind die Bischofsgräber, die für Familien geschnittenen Arkosolien, die gemeinsamen Nischen und die unterirdische Basilika. Was beeindruckt, ist der Maßstab: Es ist kein Stollen, es ist ein unterirdisches Viertel, und um das zu begreifen, muss man es sehen.

Der Besuch

Der Eingang liegt an der Basilika Buon Consiglio in Capodimonte, zehn Minuten zu Fuß vom Museum Capodimonte; man kommt nur mit Führung hinein, zu festen Zeiten, mit Karte. Anderthalb Stunden.

Tipp der Redaktion

Die Katakomben werden von einer Genossenschaft junger Leute aus dem Rione Sanità geführt, dem Viertel darüber: Seit 2009 haben sie die Besichtigungen wieder aufgebaut, Führungen ausgebildet und Arbeit geschaffen, wo es keine gab. Die Karte, die Sie zahlen, bleibt hier, und dies ist einer der wenigen Fälle in Italien, in denen man deutlich sieht, was ein Denkmal für seinen Ort tun kann.

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