Der Platz wurde im achtzehnten Jahrhundert zur Feier des Königs gebaut: Luigi Vanvitelli entwarf das Halbrund der Gebäude mit Statuen obenauf, sechsundzwanzig Figuren, die die Tugenden des Herrschers darstellen, und in der Mitte sollte sein Bildnis stehen. 1871, im geeinten Italien, setzte man an die Stelle des Königs Dante, und der Platz wechselte mit dem Denkmal den Namen.
Sehenswertes
Das Halbrund ist noch da, mit seiner regelmäßigen Kurve, den ausgerichteten Fenstern und den Statuen auf der Bekrönung. Auf der Gegenseite öffnet sich Port'Alba, ein Bogen in die Altstadt: unter und um den Bogen die Stände und Läden der Buchhändler, die seit Jahrhunderten gebrauchte Bücher verkaufen, eine der wenigen Straßen dieser Art, die in Italien geblieben sind.
Unter dem Platz liegt die Metrostation, die selbst sehenswert ist: Die Räume wurden von einem Architekten gestaltet, und die Wände tragen Werke zeitgenössischer Künstler, nach jenem Programm, das in Neapel Bahnhöfe in Kunstorte verwandelt hat.
Der Besuch
Der Platz liegt zwischen der Via Toledo und der Altstadt, fünf Minuten vom Archäologischen Museum; er ist immer offen und kostenlos, und die Metrostation durchquert man mit einer gewöhnlichen Fahrkarte. Eine halbe Stunde.
Tipp der Redaktion
Gehen Sie in die Station, auch wenn Sie keine Bahn nehmen: Man steigt hinab, sieht die Werke entlang der Rolltreppen an und kommt auf der anderen Seite wieder herauf. Es kostet eine Fahrkarte, und in zehn Minuten sieht man ein Museum, das die Neapolitaner täglich auf dem Weg zur Arbeit durchqueren, ohne stehenzubleiben.
