Mandeln, kandierte Zitronat- und Orangenschale, Mehl, Honig und eine Gewürzmischung — Zimt, Muskat, Koriander — zu einer flachen, kompakten Scheibe gepresst, nur kurz gebacken, dann mit Puderzucker bestäubt in der weißen Version oder mit Pfeffer bedeckt in der schwarzen, dem «panforte nero». Er wird in dünne Scheiben geschnitten: süß, würzig, monatelang haltbar.
Die erste schriftliche Erwähnung stammt vom 7. Februar 1205, als die Zunft der Ärzte und Apotheker von Siena seine Zubereitung regelte: schon damals eine teure Süßspeise, Adligen, reichen Kaufleuten und Klöstern vorbehalten, wegen der importierten Zutaten — Mandeln und Gewürze kamen von weit her, noch bevor es lokal kandierte Zitrusfrüchte überhaupt gab.
1879, bei einem Besuch in Siena, kostete Königin Margherita di Savoia eine mildere Version, die ein städtischer Apotheker zubereitet hatte, ohne kandierte Melone und mit Vanillezucker statt Pfeffer bedeckt: seitdem heißt sie «panforte Margherita» und ist heute die verbreitetste Version. Panforte di Siena trägt seit 2013 die geschützte geografische Angabe, mit einem Produktionsgebiet, das die gesamte Provinz Siena umfasst.
