Die Piazza d'Oro ist einer der reichsten Komplexe der Villa Hadriana, der Residenz, die Kaiser Hadrian bei Tivoli bauen ließ und die seit 1999 zum UNESCO-Welterbe gehört. Die große Zahl von Löchern für die Klammern, die die Marmorverkleidung hielten, lässt vermuten, dass dieser Bereich mit den öffentlichen Aufgaben des Palastes verbunden war.
Sehenswertes
Es war eine große peripterale Anlage: Ein rechteckiges Becken durchzog die Gartenfläche der Länge nach, umgeben von einem vierarmigen Peristyl mit Portikus und Säulen aus Cipollino-Marmor und ägyptischem Granit. An der Ost- und Westseite verlaufen zwei lange Kryptoportiken, und vom östlichen aus betritt man das Hauptgebäude an der südlichen Schmalseite: einen großen Zentralbau mit achteckigem Grundriss und Kuppel.
Hier haben die Räume Wände, die mal konkav, mal konvex sind, in einem durchdachten Spiel der Blicke: Die Anordnung der gemischtlinigen Säle lässt das halbrunde Nymphäum erkennen, das den Bau abschließt. Hinter dem Portikus der Nordseite liegen die Reste des sogenannten Bauernhauses, eines älteren Baus mit Mosaikböden von bescheidener Qualität, der für die Dienerschaft bestimmt war.
Der Besuch
Die Piazza d'Oro gehört zum Rundgang durch die Villa Hadriana. Öffnungszeiten, Eintrittspreise und zugängliche Bereiche sind vor dem Besuch zu prüfen.
Tipp der Redaktion
In diesem Flügel der Villa wurden die Kaiserporträts von Vibia Sabina, der Frau Hadrians, von Mark Aurel und von Caracalla gefunden. Nach den Quellen blieb die Villa nach Hadrians Tod mindestens bis ins 3. Jahrhundert als Kaiserresidenz in Gebrauch.

