Die Pestzüge haben die kirchliche Geografie dieser Täler gezeichnet. Die Seuchen, die die Gegend zwischen 1443 und 1528 trafen, dezimierten auch den Klerus, und von da an musste ein einziger Priester mehrere Pfarreien versorgen. So wechselte diese Kirche mehrfach den Herrn: bald Rivarola zugeschlagen, bald San Nicolò di Paggi, bald San Colombano di Cogorno.
Sehenswertes
Die Kirche, auch San Pellegrino genannt, steht am linken Ufer des Sturla-Bachs. Ihre Anfänge ergeben sich aus einer Kaufurkunde des dreizehnten Jahrhunderts, in der ein Grundstück als angrenzend an das Land der Kirche Santa Maria di Sturla beschrieben wird: Die erste Nachricht spricht nicht von der Kirche, sie nennt sie beiläufig als Grenze eines Feldes.
Kurz darauf erklärt in einem Testament des frühen vierzehnten Jahrhunderts ein Mann von hier, er wolle entweder hier oder in der Kirche San Giovanni Battista in Chiavari bestattet werden. Das sind die beiden Pole seiner Welt: die Talkirche und die Stadtkirche, und bei der Wahl, wo er enden wollte, konnte er zwischen beiden schwanken.
Der Besuch
Die Kirche liegt in der Via San Pellegrino, im Ortsteil Santa Maria di Sturla der Gemeinde Carasco, im Hinterland von Chiavari; sie ist Pfarrkirche und öffnet zu den Gottesdiensten. Zwanzig Minuten.
Tipp der Redaktion
In den Büchern der Nachbarpfarrei, die jahrelang auch diese führte, tauchen die Namen der Leute von hier auf: Sturla, Bacigalupo, Descalzo, Devoto. Schauen Sie beim Hinausgehen auf die Grabsteine und das Gefallenendenkmal: Diese Namen stehen alle noch da. In einem solchen Tal misst man Beständigkeit nicht an Gebäuden, man liest sie auf Listen.
