Die Arbeiten begannen 1550, und im September desselben Jahres stand die Burg: wenige Monate, denn die Bedrohung war real. Der Senat der Republik Genua hatte beschlossen, eine Festung gegen die Überfälle sarazenischer Piraten zu errichten, die diesen Küstenabschnitt regelmäßig ansteuerten. Der Entwurf stammt von Antonio de Càrabo, der im Jahr darauf, 1551, auch die Burg von Rapallo zeichnen sollte: zwei Schwesterbauten zur Bewachung desselben Golfs.
Sehenswertes
Die Burg steht am Fuß des Hügels, auf dem die Villa Durazzo-Centurione liegt, und ursprünglich stand sie unmittelbar am Wasser: Das Meer schlug unter die Mauern, die heutige Uferstraße zwischen Burg und Hafen gab es nicht. Es ist ein reiner Wehrbau, gewachsen durch Anbauten: Bis in die frühen Jahre des 17. Jahrhunderts folgten bauliche Eingriffe und Verstärkungen der Bewaffnung, danach nichts Militärisches mehr.
Ab dem 18. Jahrhundert, als die Piratenzüge aufgehört hatten, verlor sie jede Kriegsfunktion und erhielt nur noch Reparaturen und Instandhaltung. Im 19. Jahrhundert drohte ihr zweimal der Abriss: zuerst, weil an dieser Stelle ein neues Rathaus entstehen sollte, in den Jahren, in denen sich Santa Margherita als eigenständige Gemeinde von Rapallo löste; dann zur Verbreiterung der angrenzenden Calata Vittorio Emanuele. Beide Male blieb sie stehen, und nach dem Ersten Weltkrieg wurde sie restauriert und den Gefallenen gewidmet.
Der Besuch
Vom Hafen sind es zu Fuß zwei Minuten über die Salita al Castello: Es ist das erste Gebäude, das man von der Promenade kommend erreicht, ein dunkler Baukörper auf dem Felssporn. Feste Öffnungszeiten hat das Innere nicht, es wird für Veranstaltungen und Feiern genutzt; man fragt also besser bei der Gemeinde nach, ob es an den eigenen Tagen zugänglich ist. Außen lässt sich der Bau frei umrunden, und das ist ohnehin der Teil, der am meisten erzählt.
Tipp der Redaktion
Wir empfehlen, ihn auf demselben Spaziergang von zwei Seiten anzusehen: zuerst von der Mole, von der aus klar wird, wie ausgesetzt er war, als ihm das Meer direkt unter den Mauern lag, dann von oben, vom Park der Villa Durazzo-Centurione. Und lesen Sie die Widmung an die Gefallenen: Sie ist der Grund, warum die Burg überhaupt noch steht.
