⛪ Kirchen und Heiligtümer

santuario di Nostra Signora della Rosa

📍 Santa Margherita Ligure, Ligurien · 51/100

Als man 1672 die alte Kirche abriss, um Platz für den Neubau zu schaffen, kam unter dem Hochaltar ein großes Becken voll Wasser zum Vorschein, das nach Rosen roch. Es liegt noch dort, zugemauert unter dem Fußboden des Presbyteriums, und die Leute schrieben ihm sofort Wunderkräfte zu. Seither heißt die Basilika Santa Margherita Vergine e Martire an der Piazza Caprera für alle Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau von der Rose: Von der Muttergottes erbittet man vor allem Heilung für Kinder, und jedes Jahr zu ihrem Fest im Mai bringen die Einwohner Rosen zur Segnung.

Sehenswertes

Der Grundstein wurde 1658 gelegt, an einer Stelle, an der schon im dreizehnten Jahrhundert ein Gotteshaus stand; die Pfarrei, zwischenzeitlich aufgehoben und San Siro zugeschlagen, war 1646 von Kardinal Stefano Durazzo wiedererrichtet worden. Der barocke Entwurf stammt von Giovanni Battista Ghiso: Grundriss als lateinisches Kreuz, drei durch Säulen getrennte Schiffe, eine Kuppel, und die Fassade nach Osten gedreht, gegen die alte Ausrichtung. Die feierliche Weihe fand am 23. September 1770 statt, festgehalten auf einer Marmortafel über dem Hauptportal; den Titel einer Basilica minor verlieh Pius XII. im Jahr 1951.

Im Inneren stammen die Fresken der Apsis und des Presbyteriumsgewölbes von G. und Luigi Vacca, 1826: das Martyrium und die Glorie der heiligen Margareta von Antiochien. Auf die Gewölbe von Mittelschiff und Querhaus malte Nicolò Cianfranelli die Freudenreichen Geheimnisse in fünf Feldern. Unter den Gemälden finden sich die Mystische Vermählung der heiligen Katharina von Valerio Castello und das Rosenkranzbild von Bernardo Castello, auf einem 1689 von Giacomo Gaggini gemeißelten Altar mit Säulen aus Porto-Venere-Marmor. Den Petrusaltar bezahlten die Fischer und Seeleute des Ortes; im Vorraum des Eingangs zur Meerseite steht eine römische Aschenurne aus dem zweiten Jahrhundert, die des Lucius Taiezius Pepso.

Der Besuch

Die Basilika liegt im Zentrum von Santa Margherita Ligure, wenige Gehminuten vom Hafen, und lässt sich auch von der Meerseite betreten. Vor dem Eintreten lohnt der Blick nach unten: Der Vorplatz aus schwarzen und weißen Kieseln ist ein Risseu von 1975, das typisch ligurische Pflaster. Die beiden Glockentürme sind nicht gleich alt — der rechte stammt von 1750 nach einem Entwurf von Carlo Orsolino, der linke von 1920 — und sie tragen zehn Glocken, 1963 von der Gießerei Picasso in Avegno gegossen.

Tipp der Redaktion

Wir gehen direkt zum Marmortabernakel über dem Hochaltar: Die Madonna hält das Kind auf dem linken Arm und eine Rose in der rechten Hand; Seefahrer brachten die Figur im Mittelalter hierher, Urkunden nennen sie schon 1311. Seit dem 25. Februar 1756 steht sie an dieser Stelle, gekrönt wurde sie am 25. Juli 1776. Wer am 20. Juli vorbeikommt, trifft die Prozession für die heilige Margareta durch die Altstadt, mit Glockengeläut und Feuerwerk über der Uferpromenade.

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