Schutzpatron von Dolcedo ist der heilige Apostel Thomas, gefeiert am 21. Dezember. Die ihm geweihte Pfarrkirche im Hauptort wurde im spätgotischen Stil erbaut; 1103 übergab sie der Bischof von Albenga den Benediktinermönchen der Abtei von Lérins, die in der Gegend den Olivenanbau verbreiteten, eine Tätigkeit, die um das 17. Jahrhundert zunehmend an Bedeutung gewann. Die Kirche erhielt ihr heutiges Aussehen nach einem prunkvollen Umbau, der 1717 begann und 1738 vom Architekten Giacomo Filippo Marvaldi vollendet wurde.
1161 befreite sich Dolcedo von der Lehensherrschaft der Markgrafen von Clavesana und wurde Teil der Communitas von Porto Maurizio eben unter dem Namen Terziere di San Tommaso, zusammen mit dem Terziere di San Giorgio di Torrazza und dem von San Maurizio; 1613 gewährte Genua dem Terziere di San Tommaso die Verwaltungsautonomie. Die Gemeinde bewahrt zudem die Pfarrkirche Sant'Agostino im Weiler Lecchiore.