Das Hotel neben der Kirche ist das alte Pilgerhospiz: Es entstand zusammen mit dem Gotteshaus zwischen 1307 und 1310, gebaut von den Reedern von Alassio, um denen ein Dach zu geben, die nach Rom unterwegs waren. Der Grund für die Eile war das erste Heilige Jahr, das Papst Bonifatius VIII. mit der Bulle vom 22. Februar 1300 ausrief: Die ligurische Küstenstraße füllte sich mit Pilgern, und Alassio richtete sich auf ihre Aufnahme ein. Bezahlt hat der Teil des Ortes, der von Schiffen lebte.
Sehenswertes
Im Inneren stehen die drei Altäre hintereinander in der Achse des Saals, ungewöhnlich für eine Kirche mit rechteckigem Grundriss, in der die Nebenaltäre sonst seitlich Platz finden. Das Gewölbe bemalten die aus Alassio stammenden Maler Marco und Traverso mit der Aufnahme Mariens in den Himmel und der Madonna del Carmelo.
Die Statue der Himmelfahrt Mariens wird Anton Maria Maragliano zugeschrieben, das hölzerne Kruzifix stammt aus dem 15. Jahrhundert. Die beiden ausgestellten Gemälde kommen aus Genua: die Aufnahme der Jungfrau von Giovanni Andrea Ansaldo, die Madonna del Carmine von Giovanni Andrea De Ferrari. In der Fassade öffnen sich drei Portale aus Schiefer mit sakralen Darstellungen; die eingemeißelte Jahreszahl am linken Portal deutet auf 1506.
Der Besuch
Die Kirche steht in der Via Vittorio Veneto mitten im gewachsenen Ortskern, und die Front mit den drei Portalen lässt sich schon von der Straße lesen. Sie wird von der Pfarrei genutzt: Geöffnet wird zu den Gottesdiensten, außerhalb dieser Zeiten findet man die Tür oft verschlossen.
Tipp der Redaktion
Vor dem Eintreten lohnt der Halt an den Schieferportalen und die Suche nach der Jahreszahl am linken: Dieser Stein sagt am meisten über das Alter des Baus. Drinnen betrachtet man die drei Altäre am besten vom hinteren Ende des Saals aus, in einer Flucht: Von dort versteht man sofort, warum diese Kirche den anderen im Ort nicht gleicht.
