Fara Gera d'Adda

Provinz: Bergamo · Region: Lombardei · Einwohner: 7.913 · PLZ: 24045

Der Name stammt von den Langobarden: eine fara war eine Gruppe verwandter Familien, die Zelle, auf der die gesellschaftliche und militärische Ordnung dieses Volkes ruhte. König Authari ließ hier seine eigene fara siedeln und eine arianische Kultstätte errichten, die Basilica autarena, weshalb der Ort Fara Autarena hieß. Der zweite Teil des Namens kam spät: bis 1864 hieß die Gemeinde schlicht Fara, und Gera d'Adda bezeichnet die Schotterebene zwischen Adda und Serio, vom mundartlichen gera, wie italienisch ghiaia vom lateinischen glarea.

Von der Basilika blieben der Baukörper und eine Kanzel; seit dem sechzehnten Jahrhundert entweiht, diente sie im Ersten Weltkrieg als Genesungslazarett. Der älteste urkundliche Beleg ist ein Diplom Karls des Dicken von 883, das eine dem heiligen Alexander geweihte Kirche in loco nuncupante Fara nennt. Auch die Grenzen haben ihre Geschichte: 1580 löste sich die Familie Melzi heraus und gründete Massari de' Melzi, heute der Ortsteil Badalasco, der erst nach fast dreihundert Jahren zu Fara zurückkehrte.

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