Grassobbio

Provinz: Bergamo · Region: Lombardei · Einwohner: 6.345 · PLZ: 24050

Grassobbio liegt am orografisch rechten Ufer des Serio, südöstlich von Bergamo. Der Name soll von einer Verkleinerungsform von grasso stammen, das früher fruchtbar und gut bestellt bedeutete, ergänzt um die Endung -ubulus. In römischer Zeit sollen hier kleine Lager als Beobachtungsposten zum Schutz der Südseite Bergamos gestanden haben, und die gefundenen Grabinschriften bezeugen eine Straße Richtung Val Seriana. Danach scheint der Ort verödet zu sein; er taucht erst 1186 wieder auf, in einer im Auftrag Kaiser Friedrich Barbarossas ausgefertigten Urkunde.

Das Wappen legt zwei Zeitalter übereinander: oben eine silberne Burg mit guelfischen Zinnen, von roten Flammen umschlungen, jene Burg, die 1398 in den Kämpfen zwischen Guelfen und Ghibellinen niedergebrannt und später zu einem Bauernhaus umgebaut wurde und von der zwei Türme und eine Mauer blieben; unten eine rote Fabrik mit rauchendem Schornstein für den Industrieboom von 1961. Die Pfarrkirche Sant'Alessandro aus dem dreizehnten Jahrhundert wurde nach dem Hochwasser des Serio von 1646 fast völlig neu errichtet; der Palazzo Belli des achtzehnten Jahrhunderts, Wohnsitz des Grafen Giampaolo Belli, ist heute Gemeindebibliothek und Museo Ricordi delle Guerre mondiali.

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