Der Heilige Erlöser und die festa dì söche
📅 Jedes Jahr am 6. August, auch festa dì söche genannt
Morengo feiert am 6. August den Heiligen Erlöser, im Dialekt festa dì söche (Kürbisfest) genannt.
Morengo bedeutet höchstwahrscheinlich «das Gut des Mauro». Der alte Name, Mauringo, erscheint zum ersten Mal 963 in einer Urkunde Ottos I., die dem Bischof von Bergamo, Olderico, Ländereien schenkt, die zuvor König Berengar und seiner Frau Villa gehört hatten; die langobardische Endung -ing bezeichnet eben den Besitz eines Menschen, und jener Mauro könnte der Herr jener römischen Villa sein, deren Reste in Campo San Martino zutage treten, zwischen Stücken bemalten Putzes, Mosaiksteinen und Spuren eines Nymphäums. Lange davor führten hier die Wege der Transhumanz vorbei: Die Herden zogen von Crema über Mozzanica und Bariano zu den Hügeln von Bergamo hinauf, und in Morengo fanden sie die Quellen, das Gras und die Furt des Serio.
Jener Boden gibt noch immer zurück, was man ihm anvertraut hat. 1958 kamen beim Pflügen an der Stelle Campo Boschetto Münzen ans Licht, begraben unter einer Ascheschicht: den Resten der Holzkassette, die sie barg. Vierundsechzig wurden geborgen, weitere sechsundfünfzig traten 1979 aus demselben Feld hervor, nach geduldigem Sieben der Erde; sie stammen aus dem zweiten Jahrhundert nach Christus und liegen im Archäologischen Museum von Bergamo. Jemand legte hier also Ersparnisse beiseite und kam nie zurück, um sie zu holen. 1047 bestätigte Kaiser Heinrich III. dem Bischof von Cremona den Zehnten von Morengo und gab ihn zurück, nachdem er ihm entzogen worden war.
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📅 Jedes Jahr am 6. August, auch festa dì söche genannt
Morengo feiert am 6. August den Heiligen Erlöser, im Dialekt festa dì söche (Kürbisfest) genannt.
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