Verdellino

Provinz: Bergamo · Region: Lombardei · Einwohner: 7.654 · PLZ: 24040

Der Name dürfte vom lateinischen virides kommen, dem Grün der weiten Wiesen in diesem Teil der Bergamasker Ebene; neuere Studien ziehen die Vorsilbe vir- vor, wohl keltischen Ursprungs, und führen die erste Siedlung auf die kenomanischen Gallier zurück. In den Urkunden erscheint der Ort 1010 als Verdello Minore, in einem Brief des späten sechzehnten Jahrhunderts als Verdel Piccolo: ein paar Dutzend Bauernfamilien, allesamt arm. Am 22. März 1358 brannte der Söldnerführer Konrad von Landau das Dorf zusammen mit Comun Nuovo und Verdello nieder.

Die Wallfahrtskirche Beata Vergine dell'Olmo aus dem sechzehnten Jahrhundert stand einst auf freiem Feld; heute liegt sie eingeschlossen in Zingonia, der nach dem Krieg für fünfzigtausend Menschen geplanten Industriestadt, die halbfertig blieb und sich auf mehrere Gemeinden verteilt. Die Ulme, die ihr den Namen gab, brach nach Jahren der Krankheit; ihr Stumpf ist noch zu sehen. Das Wappen hält beide Geschichten fest: einen grünen Baum im Himmelsfeld und im Grasboden ein goldenes Zahnrad für die Fabriken von Zingonia.

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