Monticelli Brusati

Provinz: Brescia · Region: Lombardei · Einwohner: 4.401 · PLZ: 25040

Der Ort trägt im Namen den Familiennamen jener Sippe, die er vertrieben hat. Die Brusati, mächtige Guelfen, kamen um die Mitte des elften Jahrhunderts nach Monticelli und wurden 1410 endgültig verjagt; der zweite Teil des Ortsnamens, der sie in Erinnerung hält, taucht in den Urkunden erst danach auf. Zuvor gab es nur Monticelli, vom lateinischen Wort für die kleinen Hügel, 998 in einem Erlass Ottos III. als Montecellum bezeugt — und gerade weil der Name in ganz Italien so verbreitet war, lässt sich dieses Monticelli in alten Papieren heute schwer von den anderen unterscheiden.

Viertausendvierhundertein Einwohner in der Provinz Brescia, verteilt auf vierzehn Ortsteile in den Moränenhügeln zwischen Iseosee und unterem Valtrompia — Villa, Bozze, Calchera, Costa, San Zenone, Fontana, Parmezzana, Calzana, Dosso, Colombaia, Baiana, Foina, Gaina und Torre. Von der Ortsgeschichte weiß man wenig, und das aus einem bestimmten Grund: die Anwesenheit der Brusati verhinderte, dass sich das cluniazensische Priorat von Rodengo hier festsetzte, wie es das in den Nachbardörfern tat, und damals waren es die kirchlichen Einrichtungen, die alles Geschehene auf ihren Gütern schriftlich festhielten. Der Weg zu den Wasserfällen von Gaina führt durch eine vom Bach in den Kalk gefräste Schlucht.

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