Muscoline

Provinz: Brescia · Region: Lombardei · Einwohner: 2.547 · PLZ: 25080

Muscoline ist nicht ein Dorf: Es ist eine Handvoll Weiler auf den Moränenhügeln zwischen dem Gardasee und der Valsabbia, und man liest es im Bericht der Visitation von 1702. Bischof Marco Dolfin fand dort fünfhundertachtzig Seelen, einen Pfarrer mit fünf weiteren Priestern und eine Pfarrkirche — Santa Maria Assunta, am 13. Oktober 1566 von Bischof Domenico Bollani geweiht —, der sieben verstreute Oratorien unterstanden: San Quirico in Campo Longo, San Rocco in Moniga, San Pietro in Morsone, San Giovanni Battista in Cabianco, San Carlo in Longarino, Santa Maria in Burago und die Beata Vergine della Rusega. Jene Kirchen stehen noch, und darum zählt eine Gemeinde von zweitausendfünfhundert Einwohnern deren sechs.

Auch die Gemeinde ist, wie ihre Kirchen, mehr als einmal gemacht und wieder aufgelöst worden. Castrezzone wurde auf Befehl Napoleons ein Ortsteil von Muscoline, doch 1815 hoben die Österreicher mit dem Königreich Lombardo-Venetien die Entscheidung auf und gaben ihm die Selbständigkeit zurück; nach der Einigung Italiens wuchs der Ort auf über dreihundert Einwohner, und es war der Faschismus, der ihn erneut auflöste und nach Muscoline zurückholte. Die Pfarrkirche hat eine ebenso lange Geschichte: Anfang des neunzehnten Jahrhunderts nach einem Entwurf von Giovanni Gozzoli umgestaltet, wurde sie um die Jahrhundertmitte von den Architekten Rodolfo Vantini und Giuseppe Conti vollendet und am 28. August 1869 geweiht. Im Inneren bewahrt sie Gemälde von Antonio Gandino und Giuseppe Nuvolone.

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