Am Pass San Lucio, an der Schweizer Grenze, steht eine kleine Kirche, in der Carlo Borromeo bei seinem Besuch 1582 fast einen ganzen Tag lang betete. Federico Borromeo, der 1606 kam, ließ sie verputzen: unter diesem Putz blieben die Fresken jahrhundertelang verborgen, und deshalb sind sie erhalten. San Lucio ist der Patron der Käser.
Cavargna ist die höchstgelegene Gemeinde des Comasco, und ihre Männer waren magnàn, Kesselflicker, die umherzogen: Hammer und Amboss kamen ins Wappen, das der Ort erst 2024 erhielt. In den Einkommenslisten galt er als ärmste Gemeinde Italiens, doch das ist eine Wirkung der Grenze: fast alle arbeiten in der Schweiz und zahlen dort Steuern. Seit 1982 gibt es das Talmuseum, mit einer Abteilung über den Schmuggel.
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